Wohnungsbau

21 Eigenheime in Borne geplant

Die Oldenburger Firma Mdp, die den Windpark Borne betreibt, will im Dorf nicht nur einen alten verfallenen Gutshof um- und ausbauen, sondern auch noch ein neues Wohngebiet für Eigenheime schaffen.

Von René Kiel
Im Bereich des Mühlenweges in Borne soll das neue Wohngebiet für schmucke neue Einfamilienhäuser entstehen.
Im Bereich des Mühlenweges in Borne soll das neue Wohngebiet für schmucke neue Einfamilienhäuser entstehen. Foto: René Kiel

Borne - Das neue Wohngebiet soll im südlich gelegenen Bereich des Mühlenweges entstehen und an den Sportplatz der Gemeinde angrenzen. Es hat eine Bruttofläche von zirka 16500 Quadratmeter. Dadurch können dort rund 21 Bauplätze entstehen, teilte das Bauamt der Verbandsgemeinde mit. „Die Nachfrage ist da“, sagte Bürgermeister Sven Rosomkiewicz (CDU).

Die Firma Mdp hat bei der Verbandsgemeinde einen Antrag auf Aufstellung eines Bebauungsplanes gestellt. „Durch die Niedrigzinsphase besteht zunehmend die Nachfrage nach Bauland im ländlichen Raum. Freie Baulücken sind im Privatbesitz und es besteht teilweise keine Veräußerungsabsicht. Und die in der Gemeinde Borne für Wohnbebauung aufgestellten B-Plangebiete sind ausgelastet“, heißt es in der Beschlussvorlage für den Gemeinderat.

Er hatte in seiner jüngsten Sitzung im Sitzungssaal die Aufstellung des Bebauungsplanes Nr.07 „Wohngebiet am Mühlenweg" im beschleunigten Verfahren mit nur einer Gegenstimme beschlossen. Der Teilflächennutzungsplan der Gemeinde muss vom Verbandsgemeinderat geändert werden, sagte Rosomkiewicz auf Anfrage von Günther Roddewig (Wählergemeinschaft).

Bürgermeister sieht große Chance

„Das ist unsere Chance“, so der Bürgermeister unter Hinweis auf das beschleunigte Verfahren. Von dem nunmehr wieder möglichen Recht, Planungen nach dem geänderten Baugesetzbuch schneller durchzuführen als bisher, machen auch die Stadt Egeln und die Gemeinde Wolmirsleben Gebrauch, fügte er hinzu. Mit dem Betreiber des örtlichen Windparks habe man einen starken Partner, sagte das Ortsoberhaupt. Dadurch brauche die Kommune für das Wohngebiet selbst kein Geld in die Hand zu nehmen und habe demzufolge auch keine finanziellen Risiken. „Allein die Erschließung kostet um die 500000 Euro“, sagte Rosomkiewicz.

Der Gemeinderat werde sich noch öfter mit diesem Thema beschäftigen. Das Vorhaben sei wichtig, um junge Familien in Borne zu halten. In diesem Zusammenhang verwies der Bürgermeister auf eine düstere Prognose, wonach die Gemeinde im Jahr 2030 unter die für die Selbstständigkeit wichtige 1000-Einwohner-Marke rutschen könnte. Wenn man sich dann mit Wolmirsleben zu einer größeren Gemeinde zusammenschließen müsste, könnte es genau wie in der Gemeinde Börde-Hakel Zank und Streit geben, sagte Rosomkiewicz.

Allein die Erschließung kostet um die 500000 Euro.

Sven Rosomkiewicz (CDU), Bürgermeister der Gemeinde Borne

Auf Anfrage von Jürgen Maurer (Wählergemeinschaft), an welchem Standort künftig die Osterfeuer stattfinden, wenn das im Mühlenweg nicht mehr möglich ist, sagte der Bürgermeister: „Wir können Feuer in der Größenordnung wie in der Vergangenheit nicht mehr durchführen.“ Dafür biete es sich an, den zentralen Platz der Gartenanlage zu nutzen. Vielleicht sei es möglich gemeinsam mit dem Gartenverein ein Brauchtumsfeuer durchzuführen. Die ersten Gespräche dafür hätten bereits stattgefunden.