Feuerwehr

Blitz schlägt in Dachgeschosswohnung in Staßfurt ein

Am Samstagnachmittag kam es zu einem Großeinsatz der Feuerwehr. Ein Blitz schlug in ein Mietshaus in der Neuen Straße nahe Salzrinne ein. Die Dachwohnung eines jungen Mannes wurde komplett zerstört. Weitere Bewohner des Hauses müssen bei Bekannten unterkommen.

Von Franziska Richter
Gegen 16 Uhr am Samstag rückten vier  Feuerwehren der Stadt Staßfurt mit mehreren Fahrzeugen und Dutzenden Kameraden zum Großeinsatz aus. In der Neuen Straße,  eine Parallelstraße der Salzrinne, hatte der Blitz in dieses Mehrfamilienhaus eingeschlagen.
Gegen 16 Uhr am Samstag rückten vier Feuerwehren der Stadt Staßfurt mit mehreren Fahrzeugen und Dutzenden Kameraden zum Großeinsatz aus. In der Neuen Straße, eine Parallelstraße der Salzrinne, hatte der Blitz in dieses Mehrfamilienhaus eingeschlagen. Fotos: F. Richter

Staßfurt - Dramatische Szenen in Staßfurt am Samstagnachmittag. Tatsächlich war der Blitzeinschlag gegen 16 Uhr im Zentrum der Stadt nahezu spürbar. Kurze Zeit später rückten die Feuerwehr Staßfurt, und als Verstärkung die Ortswehen Löderburg, Neundorf und Südliche Börde aus. Letzte wiederum wurde zwischenzeitlich abgeordnet in die Gänsefurther Straße, wo es zu Überschwemmungen in Folge des starken Gewitters am Nachmittag gekommen war.

Verursacht wurde Brand in der Neuen Straße von einem Blitzeinschlag. Über vier Etagen inklusive Dachgeschoss befinden sich in jeder Etage zwei Wohnungen.

Brand frisst sich durch die Zwischendecke

„Als wir eintrafen, fanden wir unter dem Dach eine starke Rauchentwicklung vor“, erklärte Einsatzleiter Thomas Esch. „Für uns war die Lage schwierig, weil das Feuer nicht sichtbar war, sondern sich in der Zwischendecke unter dem ganzen Dach ausbreitete.“ Das Löschen der Brandes zog sich über eine Stunde hin.

Die Kameraden führten mehrere Löschvorgänge mit der Drehleiter durch. Die Drehleiter war gerade neu angeschafft worden und konnte laut Wehrleiter das Vorgehen beschleunigen. Zwischendurch mussten die Kameraden von der Drehleiter aus Ziegel am Dach abschlagen, um den Brandherd freizulegen. Parallel dazu arbeiteten sich Kameraden unter Atemschutz über die Treppe des Hauses von unten an den Brand heran.

Straße für mehrere Stunden gesperrt

Die Polizei hatte die Neue Straße inklusive ihrer Einmündung in die Hohenerxlebener Straße für mehrere Stunden gesperrt.

„Die Wohnung ist nicht mehr bewohnbar“, so Einsatzleiter Esch. Ähnlich ist die Situation für weitere Bewohner des Hauses: Die Wohnung unter der Brandwohnung ist durch das Löschwasser voll vernässt. Auch hier spielten sich dramatische Szenen ab, weil die Bewohner um ihr Hab und Gut bangten. Sämtliche Geräte und Möbel sind kaputt.

Der junge Mann, der die Dachgeschosswohnung bewohnte, war zum Zeitpunkt des Blitzeinschlags nicht zuhause. Ebenso seine Freundin nicht, die in der Wohnung nebenan lebte. Alarmiert hatten Nachbarn die Feuerwehr.

Sanitäter betreuen Bewohner

Die Eltern des jungen Mannes, die gleich nebenan wohnen, konnten ihren Sohn und dessen Freundin schnell ausfindig machen. Letztere musste wegen des Schocks zeitweise von den Rettungskräften betreut werden. Ebenso von den Sanitätern untersucht worden war eine weitere Bewohnerin des Hauses, die sich während des Blitzeinschlags in ihrer Wohnung aufhielt: „Plötzlich ging die Sicherung durch und ich habe etwas am Arm abgekommen“, sagte sie.

Wie alle anderen 14 Bewohner des Hauses blieb die Frau unverletzt. Die Mieter der betroffenen Wohnungen müssen jetzt anderweitig unterkommen.

Die Polizei meldet am Sonntag: Der entstandene Sachschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf zirka 100.000 Euro.  

Etwa zwei Stunden dauerten der Einsatz. In der Zeit bangten die Anwohner um ihr Hab und Gut. Einige Wohnungen sind jetzt unbewohnbar.
Etwa zwei Stunden dauerten der Einsatz. In der Zeit bangten die Anwohner um ihr Hab und Gut. Einige Wohnungen sind jetzt unbewohnbar.
Fotos: F. Richter
Mit der neuen Drehleiter schlugen die Kameraden die Dachziegel ab, um das Feuer in der Zwischendecke löschen zu können.
Mit der neuen Drehleiter schlugen die Kameraden die Dachziegel ab, um das Feuer in der Zwischendecke löschen zu können.
Fotos: F. Richter