Kultur- und Heimatverein zeigt zum Weltspartag morgen in Groß Börnecke Ausstellung rund ums Geld

Mäuse, Piepen und Kröten ausgestellt

Mäuse, Piepen, Zaster sind in Groß Börnecke derzeit doch keine Mangelware. Mehr als 500 historische Geldscheine einer privaten Sammlung sind in den Räumen der Sparkassen-Geschäftsstelle in der Mittelstraße zu sehen. Wer vorbei schaut, bekommt Banknoten ab Mitte des 19. Jahrhunderts zu sehen. Außerdem zeigt die Abteilung Chronik vom Kultur- und Heimatverein passend zum Weltspartag morgen einen Zeitungsartikel über den Neubau der Sparkassenzweigstelle aus dem Jahr 1936.

Groß Börnecke. Wie es der Zufall wollte, gerade als Hobbychronist Wolfgang Hoffmann vom Kultur- und Heimatverein Recherchen über die Baugeschichte der Sparkassenzweigstelle in Groß Börnecke anstellte, kam die noch fehlende Information wie gerufen. Das war vor zirka einem Monat. Edgar Barth aus Cochstedt lieferte das fehlende Puzzelteil. Die Rede ist von einem Zeitungsartikel, archiviert in Aschersleben und von Edgar Barth entdeckt. Eine Notiz im "Anzeiger- Zeitung für die Kreise Aschersleben, Quedlinburg, Calbe-Mansfeld" machte ihn stutzig. Eigentlich war Barth auf der Suche nach Informationen zur Geschichte der Cochstedter Stephanikirche. Doch auch das Umland interessierte. Die Nachricht über Preußisch Börnecke ließ er Wolfgang Hoffmann zukommen. In dem Beitrag vom 10. November 1936 heißt es: "In den letzten Wochen hat das Bild unserer Mittelstraße ein anderes Gesicht bekommen. Das von der Kreissparkasse zu Quedlinburg im Frühjahr erworbene Grundstück der Mittelstraße 24 ist nun völlig abgebrochen worden, um einem Neubau Platz zu machen", liefert der Beitrag den Beleg dafür, wann das Haus eröffnet wurde.

Notgeld der Städte Egeln und Staßfurt

Die Chronisten haben den gesamten Text zusammen mit historischen Ansichten, Kopien von Sparkassenbüchern etwa aus dem Jahr 1902 und Postkarten ausgestellt. "Wir wollen damit einen Anstoß geben. Die Leute sollen wieder über die Geschichte im Ort reden", erklärt Wolfgang Hoffmann die Idee. Die Wahl des Themas passt auch zeitlich.

Morgen ist Weltspartag und dann hat die Geschäftsstelle mit einem zusätzlichen Bastelangebot für Kinder länger offen als sonst, nämlich von 8.30 bis 16 Uhr. Die Ausstellung ist darüber hinaus noch in der kommenden Woche zu sehen und hält weitere Raritäten bereit.

Aus einer privaten Sammlung sind zwei Alben mit mehr als 500 Geldnoten zu sehen, die im Original erhalten geblieben und älter als 150 Jahre sind. Auch der regionale Bezug ist gegeben: Vom Notengeld, das nach dem Krieg 1945 von der Stadtverwaltung in Egeln und Staßfurt vergeben wurde bis hin zu DM-Banknoten, DDR-Geldscheinen oder Forumschecks, die einst nur im Intershop eingelöst werden konnten.

Schließlich hat ein Mitglied vom Kultur- und Heimatver sein erstes Sparbuch, damals in Groß Börnecke von den Eltern, angelegt, zur Verfügung gestellt. Es wurde mit der ersten Einzahlung von 3 Mark für einen dreijährigen Jungen 1937 eingerichtet.