Seniorenbetreuung

Neue Tagespflege in Staßfurt

Am Tag der offenen Tür werden die neuen Tagespflegeangebote des Seniorenwohnstifts Leopoldshall vorgestellt.

Von Massimo Rogacki

Staßfurt l Tag der offenen Tür im Seniorenwohnstift Leopoldshall. Für die Geschäftsleitung ein Anlass, die letzten Veränderungen im Haus zu rekapitulieren. Die Stiftung Staßfurter Waisenhaus hat ihr Betreuungsangebot erweitert. Seit Anfang September gibt es im Altenpflegeheim in der Staßfurter Kalkstraße eine Tagespflegebetreuung. Wo früher der Gaststättenbereich untergebracht war, können 15 Tagesgäste betreut werden. „Noch gibt es Kapazitäten. Acht Anmeldungen haben wir im Augenblick“, sagt Anja Lipke. Sie ist die Leiterin des ambulanten Pflegedienstes und betreut diesen Bereich der Tagespflege.

Auf etwa 40 Quadratmetern können Senioren von Montag bis Freitag, von 10 bis 16 Uhr, empfangen werden. Hier gibt es gemeinsame Mahlzeiten, Einzel- und Gruppenbeschäftigungen und sogar einen Kaminraum, der als Rückzugsort lockt.

„Unser Versuch mit der Tagespflege hat schnell gefruchtet“, bilanziert auch Stiftungs-Geschäftsführer Axel Eckert: „Die Gäste können einmal pro Woche oder einmal pro Monat kommen, im Gegensatz zur stationären Unterbringung kann jeder das Angebot freiwillig nutzen.“ Anja Lipke ergänzt: „Wir betrachten uns als Bindeglied zwischen häuslicher Betreuung und Pflege durch Angehörige. Mit dem Tagespflegangebot beugen wir einer möglichen Isolation vor.“

Die Tagespflege ergänzt das bisherige Angebot. In seiner Begrüßung zum Tag der offenen Tür nennt Eckert zunächst den stationären Pflegebereich. Hier stehen seit jeher 29 Plätze zur Verfügung. „Wer hier einzieht, möchte hier auch wohnen bleiben“, so seine Überzeugung. Die Stiftung setzt dabei auf ganzheitliche Begleitung. So wurde auch die Zusammenarbeit mit den Pfeifferschen Stiftungen Magdeburg erst vor wenigen Wochen intensiviert. Das Ziel: eine Ausweitung der palliativmedizinischen Versorgung durch das Zusammenspiel von Pflegern, Physiotherapeuten, Seelsorgern und Psychologen. Der umfassende Ansatz ist Prinzip: „Wichtig ist, dass wir eine breite Palette von Leistungen haben“, ist sich Eckert sicher.

Ganz günstig sind die Angebote im Seniorenwohnstift allerdings nicht, das gibt Axel Eckert zu: „Wir sind nicht das Billigangebot in Staßfurt. Das liegt daran, dass wir uns am Tarif der Diakonie orientieren. Die hohe Qualität rechtfertigt den Preis.“

Angetan von den Angeboten des Stifts ist Helmut Recknagel. Er ist als Vertreter des Stadtseniorenbeirates zum Tag der offenen Tür gekommen und sieht in dem Angebot durchaus Sinn: „Ich denke, es kann nicht schaden, frühzeitig auf Tuchfühlung mit der Tagespflege und dem ambulanten Pflegedienst zu gehen. Damit nimmt man Berührungsängste, wenn die Entscheidung für eine altersgerechte Unterbringung getroffen werden muss.“