Stendal l Deutlich früher als geplant und avisiert kehren die Stendaler Markthändler auf ihren angestammten Platz vor dem Rathaus zurück. Schon am kommenden Mittwoch bieten sie dort beim Markttag ihre Waren feil. Dabei sah es noch kurz vor Weihnachten so aus, als sollten die Stände, an denen unter anderem Obst, Gemüse, Strickwaren, Taschen, Fisch, Wurst angeboten werden, sowie die Imbissstände bis in den 2016-er Herbst hinein den Sperlingsberg als Ausweichquartier beziehen. Den Marktplatz sollten sie nämlich für eine Eisbahn räumen.

Doch für die kam bekanntlich das Aus, nachdem die Finanzierung für die nächtliche Bewachung des Eisplatzes nicht gewährleistet werden konnte.

Sanierung auf 3000 Quadratmetern

Ab nächster Woche halten dann also wieder die Händler Einzug auf dem Marktplatz. Vorübergehend. Denn in diesem Jahr ist die Sanierung des Platzes fest eingeplant. Bevor die Bauleute anrücken, gehört das Areal aber erst einmal den Archäologen, die mit interessanten Funden im Stendaler Untergrund rechnen. „Die Archäologen beginnen je nach Witterung mit ihrer Arbeit, sicher im Frühjahr“, sagte Stadtsprecher Klaus Ortmann auf Volksstimme-Nachfrage.

Dann müssen die Markthändler – wie schon kurz im Dezember praktiziert – auf den Sperlingsberg ausweichen. Gewiss für längere Zeit. Schließlich ist für die Bauarbeiten eine Dauer von etwa vier Monaten veranschlagt; sie dürften sich also bis in den Spätherbst hinziehen.

Das zu sanierende Areal zwischen Rathaus, Kornmarkt und Marienkirchstraße umfasst eine Fläche von knapp 3000 Quadratmetern. Der Marktplatz – mal abgesehen von den Rand- und Diagonalstreifen – wie auch die Fahrbahn und die Gossen werden mit einem Granit-Kleinpflaster-Mix hergestellt. Sieben Stellplätze für Pkw sind am Markt vorgesehen.

Baukosten liegen bei 735 000 Euro

Im Zuge der Sanierung wird auch die Straßenbeleuchtung erneuert. Zudem sollen zusätzlich zwei Leuchten an acht Meter hohen Masten den Marktplatz ausleuchten sowie Rathaus und Gerichtslaube anstrahlen. Bänke, Abfallbehälter und Abstellanlagen für insgesamt 30 Fahrräder komplettieren den Marktbereich.

Die Baukosten beziffert die Stadt auf 735 000 Euro, wobei die Summe für die Archäologie nur auf vorsichtigen Schätzungen beruht. Finanziell gefördert wird die Sanierung aus dem Bund-Länder-Programm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“.

Nach Abschluss der Arbeiten ist dann wieder Marktzeit auf dem Marktplatz.