Stendal l Die Zahl der Arbeitslosen im Kreis Stendal beläuft sich im September auf 8098 Frauen und Männer. Das sind 458 Personen weniger als im August. Die Arbeitslosenquote lag bei 8,1 Prozent. Damit ist die Arbeitslosigkeit seit den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Arbeitsmarkt im April erstmals deutlich gesunken. Der Vorjahresvergleich zeigt jedoch, dass die Krise noch nicht überwunden ist. Im September 2019 verzeichnete die Agentur für Arbeit Stendal 736 Arbeitslose weniger.

Mehr Arbeitsstellen, weniger Kündigungen

Matthias Kaschte, Chef der Stendaler Arbeitsagentur, betont, dass Arbeitslosigkeit weiterhin höher sei als vor der Krise, erkennt aber auch eine positivere Tendenz. „Der Arbeitsmarkt stabilisiert sich weiter, Beschäftigungsaufnahmen nehmen wieder zu und die Arbeitslosigkeit ist im Vergleich zum August deutlich gesunken“, so Kaschte. Damit meint er die 659 Frauen und Männer, die im September eine neue Arbeit aufgenommen haben. Das sind 166 mehr als im Vormonat. Im Gegensatz dazu haben 488 Personen ihre Arbeit verloren. Im Vormonatsvergleich sind das 32 weniger.

Auch die Nachfrage nach Arbeitskräften ist im September gestiegen. Mit 366 neuen Stellen ist der Stellenbestand auf 1625 Arbeitsstellen gestiegen. Besonders gesucht wird aktuell in den Bereichen Lebensmittelherstellung, Schweiß- und Verbindungstechnik, Gebäudereinigung, Altenpflege sowie Bauelektrik.

Kurzarbeit wirkt sich positiv auf Arbeitsmark

Laut Agentur für Arbeit Stendal liege die Stabilisierung des Arbeitsmarktes in der Kurzarbeit begründet. Im Zeitraum von März bis August hat es etwa 2000 Anzeigen auf Kurzarbeit gegeben. Im September kamen lediglich 17 neue Anzeigen hinzu. Davon waren 165 Beschäftigte betroffen.

Erste Hochrechnungen der Stendaler Arbeitsagentur für den Monat ergaben etwa 1100 Betriebe, die für circa 6500 Beschäftigte Kurzarbeit angemeldet haben.

Die Quote der Unterbeschäftigung liegt 0,1 Prozentpunkte unter der Vorjahresquote von 10,9 Prozent.