Stendal l Grünes Licht für Autokinos in Sachsen-Anhalt. Kaum ist am Sonnabend der Inhalt der nächsten Lockerungen in der Corona-Krise bekannt geworden, haben die Initiatoren ihren Plan festgezurrt. Und treffen die Genehmigungen ein, gibt es ab dem 15. Mai auf dem Flugplatz in Stendal-Borstel ein Autokino.

Vorbild in Goslar

An einem Strang dafür ziehen die Stadtverwaltung Stendal, der Flugplatzbetreiber, das Upstallkino und allen voran Studio D4 aus Wernigerode als Veranstalter. Mit dabei ist auch die Ton- und Lichtfabrik aus Blankenburg, die eine 10 mal 6 Meter große LED-Wand stellt. Mit dieser ist es möglich, „sich auch bei Tageslicht einen Film anzuschauen“, sagt Christian Legler. Der Chef der Eventagentur Studio D4 freut sich, dass das Engagement der Stendaler nun bald belohnt wird, und hofft auf ebenso gute Erfahrungen wie im niedersächsischen Goslar.

In der Harzstadt haben Legler und Co. zu Walpurgis das Autokino gestartet. „Es wird fantastisch angenommen. Selbst Leute mit Traktoren sind gekommen. Firmen haben angefragt, sie wollen eine Filmvorstellung für ihre Belegschaft buchen“, berichtet der Wernigeröder. Für Stendal sei geplant, wochentags um 20.30 Uhr sowie an Wochenenden, Feiertagen und in den Ferien um 17 und 21 Uhr einen Film zu zeigen. Die Karten (10 Euro, Kinder 5 Euro) werden ausschließlich über das Upstallkino in Stendal online verkauft.

Corona-Arena für Altmark

All das hört Matthias Neumann gern, denn für den Eventmanager der Stadt Stendal sei es höchste Zeit, dass mit dem Autokino für die Bevölkerung „endlich ein Stück Normalität in den Alltag zurückkehrt“. Und gelingt der Plan, so könnte das Autokino altmarkweit für Interessenten die Arena in der Corona-Krise werden.