Stendal l Eine einzelne Kerze brennt am Abend in der Trauerstätte, die sich an der Stadtseeallee in Stendal auf Höhe eines Supermarktes befindet. Seit 2018 wird dort getrauert. Ein Anwohner hat sich beim Bürgermelder der Stadt darüber beschwert.

Trauerstätte verunreinigt Gehweg

„Der Gehweg ist immer noch mit altem Blumenschmuck, Trauerkerzen, etc. verunreinigt“, schreibt der Anwohner und wünscht sich dessen Entsorgung. Die Hansestadt Stendal distanziert sich von dem Vorwurf, es handele sich dabei um Müll. „Wir sehen da keinen Handlungsbedarf“, sagt Stadtsprecher Armin Fischbach auf Volksstimme-Nachfrage. Die Hansestadt gebe keine Fristen zur Trauerbewältigung vor. Zudem habe sich ein Mitarbeiter der Stadt die Stelle angesehen und fotografiert, so Fischbach. Das Trauergesteck befinde sich so weit am Wegesrand, dass es keine Gefahr für Fußgänger oder Fahrradfahrer darstellt.

Hintergrund der Trauergestätte ist ein tödlicher Verkehrsunfall am 17. August 2018. Eine 20-Jährige wurde von einem alkoholisierten Mann mittleren Alters überfahren. Das Amtsgericht Stendal verurteilte den Unfallfahrer im Jahr 2019 zu neun Monaten Gefängnis auf Bewährung und er musste 1500 Euro an die Mutter der Verstorbenen zahlen.