Einwohnerzahlen zum 31. Dezember 2020

Kernstadt Stendal: 30 778

Ortsteile:

Arnim: 135

Bindfelde: 227

Borstel: 522

Buchholz: 256

Börgitz: 414

Dahlen: 248

Dahrenstedt: 70

Döbbelin: 109

Gohre: 150

Groß Schwechten: 302

Heeren: 535

Insel: 423

Jarchau: 470

Klein Möhringen: 94

Möringen: 552

Nahrstedt: 264

Neuendorf am Speck: 100

Peulingen: 91

Staats: 227

Staffelde: 162

Tornau: 122

Uchtspringe: 679

Uenglingen: 826

Vinzelberg: 228

Volgfelde: 145

Vollenschier: 51

Wahrburg: 1101

Welle: 75

Wilhelmsdorf: 115

Wittenmoor: 154

Gesamt: 39 625

Quelle: Hansestadt Stendal

Stendal l Das vergangene Jahr hat viele Veränderungen mit sich gebracht – für jeden Einzelnen aber auch für die gesamte Gesellschaft in Stendal. Darunter fällt etwa die Bevölkerungsentwicklung, die im vergangenen Jahr in der Hansestadt eher rückläufig war.

Laut Zahlen aus dem Rathaus hat die Einwohnerzahl in Stendal 2020 im Vergleich zum Vorjahr abgenommen. So lebten im vergangenen Jahr 39 625 Menschen in und um Stendal, zuvor waren es hingegen noch 39 977. In der Kernstadt selbst lebten 2020 zum Stichtag 31. Dezember 30 778 Bewohner, der Rest teilt sich auf die 30 Ortsteile auf.

Uchtspringe als Wohnort attraktiv

Ein möglicher Grund für die Abnahme ist, dass 2020 mehr Menschen weggezogen als zugezogen sind: 1665 Menschen haben sich für ein Leben in der Hansestadt entschieden, 1720 dagegen. „Die meisten Zugänge hat Uchtspringe mit 30 Menschen. Die meisten Abgänge hat Wahrburg mit 21. Die Kernstadt hat 200 Einwohner verloren“, sagt Phillip Krüger, Pressesprecher der Stadt.

Ferner gab es im Jahr 2020 weniger Geburten als im Vorjahr. Wurden 2019 noch 336 Geburten von Stendalern verzeichnet, waren es 2020 nur noch 308. 2020 wurden zudem mehr männliche als weibliche Babys geboren: Es erblickten 181 Jungen und 155 Mädchen das Licht der Welt. Nach Angaben vom Pressesprecher der Stadt waren die beliebtesten Vornamen 2020 Mia, wie bereits im Vorjahr, und Theo. Theo drängte damit Paul von der Spitze.

600 Todesfälle in 2020

Ein weiterer Grund, warum die Bevölkerungszahl zurückgegangen ist, ist dass es mehr Todesfälle in der Hansestadt gab. 2020 starben 600 Menschen in Stendal, davon 311 Männer und 289 Frauen. In Jahr davor waren es im Vergleich 522 Todesfälle.

Neben der Abnahme der Einwohnerzahl in Stendal gibt es aber auch eine Konstante, zumindest beinahe: „2020 haben sich insgesamt 144 Paare das Ja-Wort in Stendal gegeben. 2019 waren 148“, sagt Krüger. Damit ist die Zahl fast gleich geblieben.

Einwohnerzahl seit 1990 rückläufig

Laut einer Bevölkerungsanalyse vom Landkreis Stendal ist die Einwohnerzahl der Hansestadt seit 1990 stark rückläufig. Bis 2018 hätte Stendal demnach 16 649 Einwohner verloren. Das macht fast 30 Prozent aus. Die Tendenz aus 2020 ist also nicht neu. In der gleichen Analyse wird Stendal zudem dem Demografietyp Nummer 9 zugeordnet, das heißt, dass sie als „stark schrumpfende Kommune mit besonderem Anpassungsdruck“ gelistet ist. Neben Stendal werden unter dem Punkt auch Osterburg, Tangerhütte, Havelberg und das Elbe-Havel-Land gelistet.