Unteilbar: Standpunkte und Kritik

Die Anhänger der Unteilbar-Bewegung kämpfen gegen Rassismus und Diskriminierung.

Der Aufruf zur Demonstration in Berlin war von mehr als 4500 Organisationen und Einzelpersonen unterzeichnet worden.

Auch politische Parteien wie Bündnis 90/Die Grünen, die Berliner SPD und Die Linke Berlin nahmen an der Demonstration teil

Nach der Demo in Berlin wurde allerdings auch Kritik an der Veranstaltung laut.

So war es zu antiisraelischen Kundgebungen gekommen. Die Organisatoren distanzierten sich jedoch davon.

Kontrovers diskutiert wurde auch der Standpunkt, dass Deutschland-Fahnen auf der Veranstaltung unerwünscht waren. (wo)

Stendal l Der Bus ist bestellt, die Abfahrtszeit steht fest. Am 24. August brechen zirka 30 Stendaler um 7.45 Uhr an der Kleinen Markthalle in der Hallstraße auf nach Dresden zur Demonstration des Bündnisses „Unteilbar“. Die Bewegung war im Herbst 2018 als Reaktion auf die rechtsextremen Ausschreitungen in Chemnitz ins Leben gerufen worden. Zu ersten Großveranstaltung in der Hauptstadt im Oktober kamen um die 100.000 Menschen. Vor der Landtagswahl in Sachsen am 1. September soll erneut gegen Rassismus und Ausgrenzung demonstriert werden.

Dass dort Altmärker vertreten sein werden, ist dem Engagement von Hartmut Pressler zu verdanken. Der pensionierte Arzt war es, der vor einigen Wochen den altmärkischen Ableger der Bewegung ins Leben rief. Ein Zeichen für mehr Menschlichkeit möchte er damit setzen.

Offensichtlich war ihm bei seinen Bemühungen einiger Erfolg beschieden. Besonders bei der Freiwilligen-Agentur in der Kleinen Markthalle, Treffpunkt für ehrenamtlich Tätige, rannte er offene Türen ein. „Dort waren alle sehr empfänglich für die Idee“, erzählt der 78-Jährige. Über das bei der Freiwilligen-Agentur angedockte Programm „Engagierte Stadt“ wurde schließlich der Bus gebucht. Ein anderer Personenkreis,der hellauf begeistert war, fand sich an der Hochschule. Hier stieg der Studierendenverein maßgeblich in die Organisation mit ein.

Bilder

Treffen

„Die Studenten haben viel Offenheit und Einsatzbereitschaft gezeigt.“ Etwa, als es darum ging, dass die Stendaler Abordnung in Dresden auch wahrgenommen wird. Am vergangenen Dienstag trafen sich deshalb vor allem die Teilnehmer aus dem studentischen Milieu. Sie fertigten das an, was man braucht, um auf Demonstrationen Aufmerksamkeit zu erzeugen. Zwölf Mitfahrer beschrieben Spruchbänder und Transparente.

Mit dem hohen studentischen Anteil präsentiert sich die Gruppe damit sehr heterogen. Sehr zur Freude des pensionierten Arztes. Er weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass sich Interessierte der Gruppe noch anschließen können. Es sei beileibe kein geschlossener Kreis. Fällig wird nur ein Solidaritätsbeitrag zwischen einem und zehn Euro.

Wer mit nach Dresden fahren möchte, kann sich unter der Mail-Adresse SDL4unteilbar@prexxl.de anmelden. Fragen beantwortet Hartmut Pressler außerdem unter der Telefonnummer 0151 664 747 50.