Stendal/Burg l Ein Prozess wegen Vergewaltigung und schwerer Körperverletzung am Landgericht Stendal musste am 21. Dezember unterbrochen werden. Das Polizeiaufgebot reichte nicht mehr aus, um die Sicherheit aller Prozessbeteiligten zu gewährleisten, teilt Michael Steenbuck, Pressesprecher des Landgerichts Stendal, mit. Mehrere Männer, die verfeindeten Gruppierungen in Burg angehören sollen, wurden des Saals verwiesen. Die Situation drohte vor dem Landgericht zu eskalieren.

Angeklagt sind drei Männer im Alter von 17 bis 20 Jahren. Sie sollen das Opfer zu Oral- und Analverkehr gezwungen haben, weil es sie an eine andere Gruppe verraten habe. In der Anklageschrift wurden weitere Demütigungen, schwere Körperverletzungen und Todesdrohungen geschildert, die zudem von den Angeklagten mit Handys aufgenommen wurden. Es war der erste Prozesstag. Eine Fortsetzung ist für den 7. Januar angesetzt. Eine Auskunft darüber, wie viele Beamte genau im Einsatz waren, konnten weder Gericht noch Polizei geben.