Stendal l Die Corona-Pandemie ist mehr als nur eine Belastung. Der Wunsch zu einer Rückkehr in die sogenannte Normalität ist groß. In Stendal könnte dazu bald der erste Schritt getan werden: Ein Impfzentrum in der Osterburger Straße wird momentan eingerichtet. „ Bis zum Ende der 50. Kalenderwoche sollen die Einrichtungsarbeiten abgeschlossen werden“, teilt Sabrina Lamcha in einer Pressemitteilung vom Landkreis Stendal mit.

Impfen gegen Corona

Das Impfzentrum soll in einem Gebäude eingerichtet werden, das der Landkreis zu diesem Zweck von der Hansestadt Stendal anmietet – „für null Euro“, wie Edgar Kraul vom Landkreis sagt. „Die Kosten dafür trägt das Land Sachsen-Anhalt.“ Bei dem Gebäude handelt es sich um ein ehemaliges Ausweichgebäude für Kindertagesstätte. Bevor das Impfen beginnen kann, müssen die Räume für die medizinischen Zwecke hergerichtet werden. „Momentan wird das Gebäude von der Stadt gemalert und eine Rampe für Rollstuhlfahrer soll installiert werden“, sagt Armin Fischbach, Pressesprecher der Hansestadt. Wann genau die Übergabe an den Landkreis Stendal erfolge, sei noch nicht klar. Details, wie die Räumlichkeiten aufgeteilt und genutzt werden sollen, kann der Landkreis bisher nicht nennen: „Das ist die erste Phase, genaue Details zur Raumnutzung sind noch nicht festgelegt“, so Kraul.

Teams für Impfungen zusammenstellen

Parallel zu den Arbeiten am Gebäude muss Personal gefunden werden. „Im nächsten Schritt steuert der Landkreis die Rekrutierung und Einsatzplanung des Impfpersonals in Zusammenarbeit mit der Kassenärztlichen Vereinigung“, heißt es in der Pressemitteilung vom Landkreis. Wie genau die Teams aufgestellt sind, kann der Landkreis nicht beantworten, dafür sei die Kassenärztliche Vereinigung zuständig.

Grundlage für die Eröffnung des Impfzentrums ist die am 25. November veröffentliche Impfstrategie des Landes Sachsen-Anhalt. Das Land ist, wenn das Impfzentrum fertig und der Impfstoff geliefert ist, auch für die Terminvergaben zuständig, wie Edgar Kraul vom Landkreis Stendal sagt. Dabei sei es wichtig, dass Termine zentral vergeben würden, um Warteschlangen zu vermeiden.

Angespannte Corona-Lage im Kreis Stendal

Landrat Patrick Puhlmann (SPD) lobt die Zusammenarbeit der Beteiligten: „Bei der angespannten Corona-Lage im Landkreis und beim Gesundheitsamt wäre die Einrichtung des Impfzentrums kaum noch zusätzlich zu stemmen gewesen.“