Tangermünde l Die Stellungnahme der Stadt Tangermünde zum Kreisentwicklungskonzept liegt am 25. November den hiesigen Stadträte als Beschluss vor. Zuvor hatten die einzelnen Ausschüsse und Ortschaftsräte das Papier auf dem Tisch. Sowohl Haupt- als auch Wirtschaftsförderungs- und Tourismusausschuss votierten einstimmig für die Vorschläge von Seiten der Kaiserstadt, die sich vorrangig auf verkehrstechnische Nachbesserungen beziehen.

Bahnlinie Stendal-Tangermünde

So fordert die Kommune vom Landkreis Stendal, sich für den Erhalt der Bahnlinie zwischen Stendal und Tangermünde einzusetzen. Es ginge um die Erreichbarkeit der Ober- und Mittelzentren sowie der Touristik- und Gewerbestandorte. Auch der ICE-Haltepunkt in Stendal liegt den Tangermündern am Herzen. Sollte dieser auf der Strecke Berlin-Amsterdam entfallen, „wäre unsere Region stark nachhaltig betroffen“, formuliert es die Verwaltung.

Begrüßt wird von Seiten der Elbestädter, dass der Landkreis Stendal zum Neubau der Kreisstraße zwischen Tangermünde und Heeren steht. In diesem Zusammenhang fordert die Kommune aber auch den Bau eines straßenbegleitenden Radweges zwischen dem Neubaugebiet Lorenzsches Feld, dessen nördlicher Teil an die Heerener Straße angebunden ist und dem Ortseingang Tangermünde. In den vergangenen Jahren seien zahlreiche neue Häuser in diesem Teil Tangermündes entstanden, so dass die Radweg- anbindung an die Kernstadt dringend erforderlich und zeitnah umzusetzen sei.

Elbfähre im Konzept festschreiben

Ebenfalls fordert die Tangermünde, den Erhalt der Elbfähren im Kreisentwicklungskonzept festzuschreiben. Die Bürgerproteste in den vergangenen Wochen hätten gezeigt, wie groß der Bedarf konkret an der Verbindung zwischen Ferchland und Grieben sei. „Sowohl für Pendler als auch für die touristische Anbindung der Regionen und somit dem Erhalt der Wirtschaftskraft sind die Elbfähren unverzichtbar“, so die Stadt in ihrer Stellungnahme, in der sich auch die Vorschläge von Stadtrat Christopher Osterburg (AfD) wiederfinden.

Dieser fordert unter anderem die Ausweisung großer Gewerbegebiete für Großindustrie entlang der gerade im Bau befindlichen Autobahn 14. In diesem Zusammenhang soll auch um die Ansiedlung von Industriefirmen und Startups, speziell aus den Bereichen Digital und Mobilität, geworben werden. Weiterhin wünscht sich Osterburg die Entwicklung von Förderprogrammen für Erfinder, einen schnellen Glasfasterausbau, eine besser Netzabdeckung und mehr Freizeitmöglichkeiten für Familien und Jugendliche.