Schallschutz

Erhält neues Wohngebiet bei Stendal nahe der A14 eine Schallschutzanlage?

Fraktion SPD/FDP/Ortsteile im Stendaler Stadtrat stellt klare Forderungen für Uenglingen

Von Antonius Wollmann
Das Baugebiet Uenglinger Berg bei Stendal neben dem zukünftigen A-14-Zubringer soll einen Schallschutz erhalten.
Das Baugebiet Uenglinger Berg bei Stendal neben dem zukünftigen A-14-Zubringer soll einen Schallschutz erhalten. Foto: dpa

Stendal

Die Mitglieder des Stadtentwicklungsausschusses haben sich während ihrer jüngsten Sitzung dafür ausgesprochen, die Errichtung einer Schallschutzanlage entlang der Erweiterung des Baugebietes „Uenglinger Berg“ von der Stadtverwaltung prüfen zu lassen. Sie stimmten damit in abgeschwächter Form einem Antrag der Fraktion SPD/FDP/Ortsteile zu.

Die befürchtet, dass das geplante Baugebiet ohne den Schutz massiv an Attraktivität einbüßen könnte, weil es fast direkt neben dem zukünftigen A-14-Zubringer (Landesstraße 15) liegen wird. Deshalb solle die Stadt nicht nur ein Konzept für die Anlage erstellen, sondern diese auch bauen.

Linkspartei will Notwendigkeit prüfen lassen

Zu diesem Beschluss wollte sich das Gremium jedoch nicht hinreißen lassen. Zuvorderst Joachim Röxe (Die Linke) trat dafür ein, zunächst festzustellen, ob die Notwendigkeit für die Baumaßnahme wirklich besteht: „Das sollte zuerst geklärt werden.“ Wenn die Anlage keinen Effekt zeigen würde, müsse man sie auch nicht bauen.

Stephan Pönack vom Planungsamt der Stadtverwaltung räumte aber ein, dass in einem Gutachten festgestellt worden sei, dass mit einer erhöhten Lärmbelastung für einige der Häuser zu rechnen sei. Die von der SPD/FDP/Ortsteile angedachte Lösung erachte er dennoch nicht als notwendig. Aus seiner Sicht würden „mildere Maßnahmen“ ebenfalls zum Erfolg führen.

In dem Gutachten wird unter anderem empfohlen, Schlaf- und Kinderzimmer auf der von der Straße abgewandten Seite zu planen.

Stendaler Verwaltung will milderen Schallschutz

Spezielle Schallschutzfenster seien auch geeignet, die Lärmbelastung merklich zu reduzieren. Diese Lösungen wären deutlich billiger als eine Mauer. Deren Kosten würden mehrere Hunderttausend Euro betragen.

In dem Baugebiet „Uenglinger Berg“ sollen auf einer Fläche von zirka 20 Hektar 27 Häuser gebaut werden. Die Stadtverwaltung bereitet seit zwei Jahren das Baurecht vor. Bis jetzt steht dort also noch kein einziges Haus.