Tangerhütte/Bismark l Zwei Fliegen mit einer Klappe schlugen Verena Schlüsselburg, Cornelia Beindorf, Kornelia Regber und Tino Pauls am Wochenende auf dem „Altmark-Macher“ Festival in Tangerhütte. Während Brachflächenmanager Pauls den „Luxus der Leere“ anpries, warben die Einheitsgemeindebürgermeisterin und die beiden Verwaltungsmitarbeiterinnen am selben Stand für die Kommune Bismark als Ausflugsregion.

In diesem Bereich habe die Einheitsgemeinde einiges zu bieten, so Schlüsselburg. Als Beispiele nannte sie den kinder- und familienfreundlichen Naturlehrweg in Hohenwulsch, den Altmarkhof in Schäplitz oder den „Alten Schafstall“ in Kläden. „Auch auf unsere Veranstaltungen mit überregionaler Ausstrahlung machen wir aufmerksam“, sagte Schlüsselburg, die in diesem Zusammenhang den Steinfelder Bauernmarkt, den Adventsmarkt in Kläden und die bald beginnenden 18. Meßdorfer Musikfesttage erwähnte.

Kooperation mit Gartenakademie

Um die Bismarker Region für Radtouristen noch beliebter zu machen, werde mit anderen Akteuren gerade über das Anlegen von Themenrouten über kommunale und Kreisgrenzen hinweg nachgedacht. Die Botanik in der Altmark könnte eine Überschrift sein. Mit Vertretern der Gartenakademie Altmark mit Sitz in Zichtau habe die Bürgermeisterin in Tangerhütte bereits darüber gesprochen.

Pauls verbrachte sein Wochenende nicht nur im Bismarker Auftrag im Tangerhütter Gartenträume-Park, er vertrat auch Osterburg und Arneburg-Goldbeck. Seine Aufgabe ist es leer stehende private oder auch kommunale Gebäude und Brachflächen in der Region zu erfassen, damit sie anschließend bestenfalls einer neuen Nutzung zugeführt werden können. Rund 500 Objekte dieser Art sind bereits in einem Katalog aufgeführt. Wer in der Altmark heimisch werden oder in sie zurück kehren möchte, kann also relativ preiswert seinen Traum vom Landleben verwirklichen.

Erfolge nicht gleich messbar

Dies war auch das Ziel der Organisatoren des bundesweit einzigartige Wirtschaftsfestival „Altmark-Macher“. Die Veranstalter wollten zeigen, was die Altmark im Norden von Sachsen-Anhalt lebens- und liebenswert macht. Die Vertreter aus Wirtschaft, Gesellschaft und Politik sprachen weiterhin über die Zukunft der Region.

Was hat die Präsentation der Bismarker in Tangerhütte nun gebracht? „Die Erfolge sind nicht gleich messbar“, dämpfte Schlüsselburg große Erwartungen ab. Allerdings habe sie sich darüber gefreut, „dass wir keine Unbekannten sind.“ In Gesprächen am Stand wurde ihr bestätigt, dass die Region mit ihren Veranstaltungen durchaus einen Namen hat. Auch finde Schlüsselburg es wichtig an solchen Präsentationen, „wenn wir sie schon vor unserer eigenen Haustür haben“, teil zu nehmen. Schließlich gehe es darum, dass sich die Macher in der Altmark vernetzen. Schade findet sie, dann nur wenige Kommunen dieses Angebot angenommen hatten.