21. Gänselieselfest im neuen Domizil / Festumzug, Markttreiben und buntes Kulturprogramm

Hirte und Liesel feiern in neuer Festhalle

Von Doreen Schulze

Das Gänselieselfest hat ein neues Domizil bekommen. Das Traditionsfest war die erste Veranstaltung in der neuen Festhalle der Stadt. Rundum waren Marktbuden aufgestellt.

Arneburg l Finlay Magin und Joanna Wieprecht (Kita) sowie Moritz Bleißner und Johanna Jurczyk (Schule) sind die neuen Gänselieselpaare. Gewählt wurden sie von einer vierköpfigen Jury, bestehend aus Einwohnern und Carsten Wulfänger, Beigeordneter des Landrats, der sich bei den Organisatoren für das gelungene Fest bedankte: "Der Erfolg entschädigt für den Stress."

Diese Wahl beschäftigte die Mädchen und Jungen schon seit vielen Wochen, wusste Schulleiterin Susann Schulze zu berichten. Die Kinder erzählten untereinander, was sie anziehen werden. Nicht anders war es in der Tagesstätte. "Viele Omas nähten extra für ihre Enkelkinder ein passendes Kostüm", erzählte Kita-Leiterin Simone Hecht.

Mit dem Gänselieselpaar war der Part der Kinder für das Fest aber noch lange nicht getan. Schul- und Kindergartenkinder zeigten ein tolles Programm. Die "Elbräuber" sangen unter anderem von den "Elbkindern", und die Schüler zeigten ihr Können beim Flötenspiel.

Zuvor zogen die kostümierten Kinder beim Festumzug durch die Stadt. Ihnen voran gingen die Arneburger Blasmusikanten, die mit ihren Instrumenten für zünftige Musik sorgten. Schließlich zogen alle gemeinsam in die Festhalle ein. Rundum gestaltete sich das Markttreiben. Tags zuvor tanzten dort die Jüngsten bei der Kinderdisko. Erwachsene amüsierten sich beim Tanz am Abend. Alle hatten Spaß. Einziges Manko war die Unbeherrschtheit einiger. Gegen 4.30 Uhr am Sonntag zündeten Unbekannte die Strohfiguren, die an der Breiten Straßen auf das Fest aufmerksam machen sollten, an. Die Feuerwehr musste ausrücken. Dieser nächtliche Schreck war auch am Vormittag während des Festumzugs bei zahlreichen Anwohnern und Zuschauern Gesprächsthema. Bürgermeister Lothar Riedinger bat die Arneburger dabei zu helfen, die Schuldigen ausfindig zu machen.

Die Arneburger forderte der Stadtrat bei einer Stadtwette heraus. Einwohner sollten soviel Kürbisse und Getreide auf die Waage stellen, wie der gesamte Stadtrat an Körpergewicht zusammenbringt. Ob dies gelungen ist, lesen Sie morgen.