Stendal l Täglich über 30 Grad, kein Tröpfchen Regen, stattdessen wurde Waldbrandgefahrenstufe 5 ausgerufen. Das bedeutet ausreichend trinken und auch die Pflanzen nicht vergessen, die täglich Wasser brauchen. Aber gibt es im Kreis Stendal überhaupt genug Wasser? Die klare Antwort der Stadtwerke Stendal lautet: Ja! „Es gibt kaum eine Veränderung des Wasserverbrauchs.

Zwar ist der Verbrauch im Vergleich zu den Anfangsmonaten des Jahres gestiegen, unterscheidet sich aber noch nicht vom Vohrjahreswert“, erklärt Stadtwerke-Sprecher Rolf Gille. Verzeichneten die Stadtwerke im Januar noch 168.000 Kubikmeter Wasser, waren es im Juli 186.000 Kubikmeter. Gille gibt für Stendal Entwarnung, dass Wasser gespart werden muss. Da das Wasser aus dem Grundwasser gewonnen wird, sehe die Versorgung noch gut aus.

Noch keinen Grund zur Sorge, aber einen Appell zum sorgsamen Umgang mit Wasser spricht Petra Tesching vom Wasserverband Stendal-Osterburg aus. Der Wasserverbrauch sei in den letzten Wochen um 20 Prozent gestiegen. Laut Tesching müsse das aber noch kein Trend zu mehr Wasserverbrauch sein, schließlich wurden in den letzten Tagen auch Pools und Planschbecken befüllt. Weil diese Art des Wasserverbrauchs nur einmalig stattfindet, blieben konkrete Zahlen abzuwarten. Ein Sprengverbot spricht der Wasserverband Stendal-Osterburg noch nicht aus. Tesching rät aber, Pflanzen nicht zur Mittagszeit zu gießen.

Anders sieht das in der westlichen Altmark aus. Der Salzwedeler Wasserverband hat bereits seine Kapazitäten erreicht und auch überschritten. Das liegt an den schwindenen Grundwasservorräten in der Region, die sich in trockenen Phasen nicht so schnell wieder erholen.

Um Wasser zu sparen, damit die Wasserversorgung in Stendal stabil bleibt, ist die Gießkanne eine gute Alternative zum Rasensprenger.