Stendal l Erst war es kaum eine Handvoll Gäste, die sich der ersten Campusführung mit Doreen Falke anschlossen – am Ende, als sie die Schar verabschiedete, war diese wundersamerweise auf wohl 30 angewachsen. Falke freute es, denn bei den Führungen, sagte sie voller Enthusiasmus, sei sie ganz in ihrem Element – der Kontakt zu Studierenden gehört ohnehin zu ihrer täglichen Arbeit in der Koordination der regionalen Zusammenarbeit.

Mit ihrer eigenen Begeisterung für die Hochschule Stendal und den Campus dürfte Doreen Falke so einige angesteckt haben, und zu näheren Erkundungen und Nachfragen animiert, die die Interessierten dann bis in den Nachmittag selbst anstellen konnten. Doch erst einmal führte Falke die Besucher des Campus-Days am Sonnabendvormittag vom Grünen Klassenzimmer zu Mensa und Wohnheim, gönnte ihnen trotz Lehrveranstaltung einen kurzen Blick ins Audimax, zeigte einen Seminarraum („Kennen Sie einen, kennen Sie alle.“), stellte en passant in den Fluren mal einen vorbeihuschenden Dozenten, mal eine in den Unterricht eilende Studentin vor („Ja, auch sonnabends ist Lehre, aber in der Regel nur für die berufsbegleitenden Studiengänge.“).

Ganz neu: Fitnessparcours

Falke erzählte vom durchaus sehenswerten Hochschulmuseum, sprach von den technischen Vorzügen („W-Lan für alle“) und freute sich insbesondere, gleich ein paar Neuheiten vorstellen zu können: So gibt es seit Kurzem einen Fitnessparcours zwischen Audimax und Wohnheim und die Hochschule richtet sogenante „Freiräume“ ein, gemütlich möblierte Räume für pendelnde Studenten, die so die Leer-Zeit zwischen den Veranstaltungen für Arbeiten am Laptop oder ein Päuschen nutzen können.

Was wohl auch für Stendaler interessant, aber womöglich nicht allen bekannt ist: Sowohl das Campusgelände mit seinen Sportanlagen als auch die Bibliothek sind für jeden nutzbar.

"Hier ist Familie"

Doreen Falke findet die Bedingungen der mit rund 2000 Studierenden relativ kleinen Hochschule unschlagbar: „Sie haben persönlichen Kontakt zu den Dozenten, kennen schnell Ihre Mitstudierenden, wir sind kinderfreundlich und es ist ein ganz tolles Flair. Ich sag immer: Hier ist Familie.“

Dass dazu auch viele internationale Gäste gehören, erfuhren die Besucher angesichts der aufgezogenen Flaggen: von Japan über Jordanien bis zu Italien und Frankreich wehen die wechselnden Ländersymbole neben Haus 2. „Die Fahnen zeigen, welche Nationalitäten hier unter Lehrenden oder Studierenden gerade zu Gast sind“, erklärte Falke, die auch noch so einige geschichtliche und bauliche Hintergründe des Hochschulgeländes antippte.

Hätte man es nicht schon anderenorts hinter sich gebracht, hätte man doch glatt Lust aufs Studieren in Stendal bekommen. Aber das war ja wohl auch Absicht der kurzweiligen Führung.