Diese Vorhaben sind geplant

Kita „Pittiplatsch“ in Kläden

Träger ist die Einheitsgemeinde Stadt Bismark.Die Einrichtung hat derzeit 42 Betreuungsplätze. Mit den Sanierungsarbeiten sollen diese erhalten werden, zudem sollen elf neue Plätze geschaffen werden. Die Betriebserlaubnis soll dann für insgesamt 53 Plätze erteilt werden. Geplant sind folgende Arbeiten: Sanitärbereich, Erneuerung Heizung, Abdichtung Dach, Außendämmung, Küchenmobiliar. Die Gesamtkosten liegen bei rund 133.600 Euro, davon sind rund 72.130 Euro Fördergeld. 

Kita „Sonnenkäfer“ in Cobbel

Träger ist die Einheitsgemeinde Stadt Tangerhütte.Die Einrichtung hat derzeit eine flexible Betriebserlaubnis für 44 bis 47 Betreuungsplätze. Für sieben Plätze droht der Wegfall, wenn nicht saniert wird. Darum ist der Umbau und die Erweiterung des Sanitärbereiches geplant. Von den 25.000 Euro Gesamtkosten sollen 13.500 Euro als Fördergeld kommen. 

Kita „Unsere Dorfspatzen“ in Lüderitz

Träger ist die Einheitsgemeinde Stadt Tangerhütte.Diese Einrichtung soll vergrößert werden. Es ist ein Neubau für 40 Krippenplätze vorgesehen, die 40 Kindergartenplätze der Einrichtung sollen erhalten bleiben. Die Gesamtinvestition beträgt 1,96 Millionen Euro, davon sollen rund 367.300 Euro als Fördergeld aus dem Bundesprogramm kommen. 

Kita „Elbräuber“ in Arneburg

Träger ist die Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck.Diese Einrichtung hat derzeit eine flexible Betriebserlaubis für 77 bis 82 Betreuungsplätze. Investiert wird in die Sanierung, um die Plätze zu erhalten. Vorgesehen sind: Erneuerung Dach mit Dämmung, Fußbodenerneuerung, Wärme-Verbund-System, Sanierung Kita-Gruppenraum und Sanitär, neue Wasserleitungen. 348.300 Euro sind als Fördergeld für die Maßnahme vorgesehen, die insgesamt 645.000 Euro kosten soll. 

Kita „Columbus“ in Stendal-Stadtsee

Träger ist der Kreisverband „Östliche Altmark“ des DRK.Die Einrichtung plant einen Anbau ans bestehende Gebäude, um 30 neue Betreuungsplätze zu schaffen, die dringend benötigt werden. Die Gesamtzahl soll dann auf 86 bis 90 Plätze steigen, für die es eine flexible Betriebserlaubnis geben wird. Investiert werden insgesamt 1,18 Millionen Euro, als Fördergeld gibt es rund 355.500 Euro.

Stendal l Die Nachricht ist positiv: Entgegen vieler Prognosen werden weitere Betreuungsplätze in Kindereinrichtungen benötigt. Andere sind so gut ausgelastet, dass bauliche Voraussetzungen geschaffen werden müssen, damit alle Plätze erhalten werden können. Das unterstützt der Bund mit einem Förderprogramm, für das Kommunen und freie Träger insgesamt sechs Anträge beim Landkreis eingereicht hatten. Nachdem sich der Unterausschuss Jugendhilfeplanung am Montag mit der Verteilung beschäftigt hatte, gab der Jugendhilfeausschuss am Dienstag grünes Licht für die Aufteilung.

Fördergeld bekommen fünf Einrichtungen (siehe Infokasten). Alle zusammen wollen knapp vier Millionen Euro investieren, davon sind rund 1,16 Millionen Euro Fördergeld vom Bund. Eine große Nachfrage an Plätzen gibt es zum Beispiel in der Hansestadt Stendal. Darum plant der Kreisverband „Östliche Altmark“ des Deutschen Roten Kreuzes einen Anbau an seine Kita „Columbus“ im Wohngebiet Stadtsee. Entstehen sollen 30 neue Betreuungsplätze. Wenn diese zur Verfügung stehen, plant der Träger erweiterte Öffnungszeiten sowie eine Nacht- und Wochenendbetreuung.

Kitas auf dem Land

Auch auf dem Lande wird investiert. So soll in Lüderitz, in der Kita „Dorfspatzen“, ein Neubau für 40 Krippenplätze entstehen. Zu den schon vorhandenen kommen dann 31 neue Krippenplätze hinzu.

Nach Einschätzung des Jugendamtes des Landkreises Stendal ist besonders in der Hansestadt Stendal und in der Einheitsgemeinde Tangermünde Bedarf für weitere Betreuungsplätze vorhanden. Die Kommunen hatten beim Jugendamt zwar schon Förderbedarf angemeldet – ein Neubau in Tangermünde, Ersatzneubauten für die Stendaler Kita „Regenbogenland“ und die Kita im Ortsteil Dahlen –, aber keine Anträge auf Zuwendung eingereicht. Darum konnten sie für den Zeitraum 2020/2021 dieses Bundes-Förderprogrammes nicht berücksichtigt werden.

Verteilung des Fördergeldes

Bei der Verteilung des Fördergeldes hat sich der Jugendhilfeausschuss für unterschiedliche Förderquoten entschieden. Die beiden Vorschläge, mit denen die Antragsteller jeweils dieselbe Förderquote bekommen hätten, fand keine Mehrheit. Die gab es aber für die vom Jugendamt favorisierte Variante, in der unterschieden wird zwischen Sanierung und Neubauten. Die drei Sanierungsvorhaben in Kläden, Cobbel und Arneburg bekommen die Höchstförderquote von 54 Prozent. Knapp 19 Prozent Förderung gibt es für Lüderitz, 30 Prozent für das DRK-Vorhaben. Dabei hat das Amt das verbleibende Geld aus dem Fördertopf anhand der neugeschaffenen Plätze aufgeteilt. Damit könne erreicht werden, so das Argument, dass wirklich bedarfsgerecht nur die neuen Plätze gefördert werden.