Stendal l Ob es knirscht im Gebälk von St. Marien, weiß man nicht so genau. Aber vorstellbar ist es, wenn man sich anschaut, wie es um die Trägerkonstruktion über den östlichen Dachgewölben bestellt ist. Teilweise fehlen Balken ganz, teilweise sind sie morsch oder angewittert und teilweise sind sie sogar unprofessionell zurechtgezimmert. Zudem regenet es an mehreren Stellen durch, da einige der Dachgrate nicht ordentlich mit Ziegeln versehen worden sind. Und: das ganze Dachgebälk über dem Chorraum hat sich wegen der vergammelten Balken sogar schon abgesenkt.

Die Sanierung wird ein wenig kompliziert, wie Pfarrer Thomas Krüger als Vertreter der Bauherrin, der Evangelischen Stadtgemeinde Stendal, bei einer Begehung mit der Volksstimme erklärte.

300.000 Euro kostet's

Neben dem Metallbauer, der beim Rundgang dabei war, werden noch viele Gewerke mehr demnächst im Gebälk von St. Marien ans Werk gehen. Den Hauptteil machen die Zimmererarbeiten aus, denn es geht ja vor allem um das marode Holz – dafür aber müssen wiederum auch die Dachdecker, Elektriker und Maurer anrücken, ganz zu schweigen freilich von Planern und Statikern. Um aber überhaupt an die schwer zugänglichen Ecken in ungefähr 14 Metern Höhe zu gelangen, muss zuerst einmal das Dach geöffnet werden. Das soll ab Mitte November passieren.

Insgesamt werden für das Bauvorhaben 300.000 Euro ausgegeben, zwei Drittel sind diverse Fördermittel, ein Drittel sind Eigenmittel hauptsächlich von Landeskirche und Kirchenkreis.