Stendal l Vom 15. bis 17. Oktober sollen die Stendaler Lichttage ihre sechste Auflage erleben. Veranstaltungsorte sind in diesem Jahr die Jacobikirche, die Nordwall Classic Garage, das Jugendfreizeitzentrum „Mitte“ und das Küchenhaus Altstadt. Die Kaschade-Stiftung als Ideengeber, die Hansestadt Stendal als Veranstalter und Herbert Cybulska, seit der Premiere künstlerischer Leiter der Lichttage, setzen dabei auf die bewährte Mischung aus erstteilnehmenden Künstlern und solchen, die schon Stendaler Lichttage-Erfahrungen mitbringen.

Zu ihnen gehören die Autorin Claudia Gabler und der Musiker Matthias Raue. Unter der Regie von Herbert Cybulska waren Gablers Texte – von TdA-Schauspielern eingesprochen – und das Live-Geigenspiel von Matthias Raue im vergangenen Jahr beim Projekt „Hab dich gesehen“ in der Adam-Ile­borgh-Straße zu hören. Mit zum Team gehörten die Stendaler Licht- und Tontechniker Christian Kaiser und Sven Peuthert. Im Oktober wird es erneut eine Zusammenarbeit geben, dann ist zusätzlich Peter J. Schwalm dabei, ein ausschließlich mit Computern arbeitender Sound-Tüftler. Ihr gemeinsames Projekt ist in der Classic Garage zu erleben. Sie bringen dort Oldtimer zum Sprechen. Zehn Autos in der Halle und ein Lanz-Bulldog-Traktor davor sollen so in ein ganz besonderes Licht gerückt werden.

Lichtprojektionen in der Jacobikirche

In der Jacobikirche wird die Zeichnerin und Projektionskünstlerin Kathrin Bethke Lichtprojektionen zeigen, begleitet von Bassist und Klangkünstler John Eckhardt, der vor allem abstrakte E-Musik macht. Bei den Lichttagen dabei ist zudem Nica Junker. Als Stipendiatin der Hansestadt Stendal hatte sie im vergangenen Jahr sechs Wochen lang in der Altmark fotografiert und einige der Arbeiten in der Schau „Stadtgang“ im Kunstkabinett der Volksbank gezeigt. Diese und noch viele andere Fotos, die in Stendal entstanden sind, werden als Videos in drei Schaufenstern des Küchenhauses Altstadt gezeigt. Zudem veranstaltet Nica Junker zusammen mit dem JFZ „Mitte“ ein Foto-Mitmach-Projekt, das den Titel „12 x 6 x 72“ trägt. Geplant sind zwölfminütige Filme mit sechs Fotos pro Minute, also pro Film 72 Bilder. Die Filme sollen auf dem JFZ-Hof gezeigt werden, gern mit wechselnder livemusikalischer Begleitung.

„Seit Wochen und Monaten sind wir dabei, uns mit den Lokalitäten zu beschäftigen“, sagte Herbert Cybulska gestern nach einem Arbeitstreffen aller Beteiligten. „Denn uns hindert keiner daran, es zu planen in der Hoffnung, dass wir die Lichttage durchführen können“, nahm Rainer Erdmann, Vorstandsvorsitzender der Kaschade-Stiftung, den Faden auf. Schon im November, Dezember vergangenen Jahres waren die Lokalitäten für dieses Jahr ausgewählt worden, hatte es erste Rundgänge gegeben.