Stendal (wo) l Seit gestern bieten die 12 Kindertagesstätten (Kitas) in Stendal im Zuge des bundesweiten Lockdowns nur noch die Notbetreuung an. Geschlossen ist keine der Einrichtungen. Das Ziel sei es, den Anstieg der Neuinfektionen mit dem Corona-Virus zu stoppen, teilt Armin Fischbach von der Pressestelle der Stadt Stendal mit.

Die Maßnahme gilt vorerst bis zum 10. Januar. Noch bis zum Freitag können alle Eltern in einer Übergangszeit die Notbetreuung in Anspruch nehmen. Besondere Nachweise sind für diese Tage nicht erforderlich, so Armin Fischbach. Danach ist voraussichtlich bis zum 10. Januar die strenge Auslegung in Kraft.

Die Notbetreuung kann dann nur noch in Anspruch genommen werden, wenn ein Elternteil in einem systemrelevanten Bereich angestellt ist. Ein entsprechender Nachweis ist zu erbringen. Die entsprechenden Berufsgruppen werden durch Landesrecht festgelegt. Weiterhin können Alleinerziehende ihre Kinder in die Notbetreuung schicken, wenn sie keine private Betreuung der Kinder gewährleisten können.

Elf bis 57 Prozent Auslastung

Davon abgesehen empfiehlt die Stadtverwaltung dringend, „die Betreuung anderweitig zu organisieren. Je stärker die Auslastung, desto schwächer der angestrebte Eindämmungseffekt.“ Am ersten Tag des Lockdowns lag die Auslastung bei den verschiedenen Stendaler Kitas zwischen elf und 57 Prozent.

Eine Vorgabe, wie viele Kinder maximal betreut werden, gebe es laut Armin Fischbach dabei nicht. Auch an den Öffnungszeiten ändere sich nichts. Die Erzieherinnen und Erziehern bleiben den Betreungsschlüsseln entsprechend im Einsatz. In Kurzarbeit musste das Personal nicht geschickt werden. Mehr Informationen gibt es unter www.stendal.de