Kunstdesigner aus Vinzelberg schuf einzigartige Skulptur Lothar Hinz: "Mit dem Teufel will ich Deutschland erobern"
Lothar Hinz ist in Vinzelberg dem Teufel begegnet. Zumindest hat der Kunstdesigner diese Figur aus einem knorrigen Akazienstamm herausgearbeitet. Die Skulptur soll in einem Museum oder bei der Kinder- und Jugendarbeit Platz finden, so die Idee des Künstlers.
Vinzelberg. "Mit diesem Teufel will ich Deutschland und die ganze Welt erobern", sagt Lothar Hinz schmunzelnd. Der Kunstdesigner schuf aus einem Akazienbaumstamm eine 1,40 Meter hohe Figur, den "Teufel von Vinzelberg". Die Skulptur ist 70 Kilogramm schwer.
Als Hinz den Stamm fand, wusste er, dass er etwas Besonderes entdeckte. Der Stamm wies zahlreiche Zwieselungen auf, das sind knotenähnliche Auswüchse. "Diese Auswüchse erinnerten mich an Pestbeulen im Mittelalter", so der Designer. Die Zwieselungen im unteren Stammbereich beließ er. Aus dem oberen Bereich arbeitete er ein Teufelsgesicht heraus. So entstand der "Teufel von Vinzelberg". Hinz verband so den alten Stamm mit der Mythologie des Teufels aus dem Mittelalter.
Zu dieser Figur hat sich Hinz eine Geschichte einfallen lassen, die er aufschrieb. So schreibt er unter anderem: "Plötzlich kam mir der schreckliche Gedanke, das kann nur der Teufel sein. Da vernahm ich auch schon eine Stimme, die sagte ¿Du bist ein weiser Mann.‘" Der Teufel berichtete, das er von der schwarzen Pest gezeichnete ist. Weiter berichtet er, dass er nicht in der Hölle, sondern auf der Erde anzutreffen ist. Dort sucht er "alle großen und kleinen Bösewichte, die nicht hören wollen (…), Menschen mit bösen Eigenschaften wie Neid, Niedertracht und so weiter".
Stolz ist Lothar Hinz auf seinen "Teufel aus Vinzelberg". Die Geschichte, die er aufschrieb und die mehr als eine A4-Seite füllt, möchte er auf eine CD sprechen lassen. Der Tonträger soll, neben der Skulptur aufgestellt, den Betrachtern die Geschichte von seinem Teufel erzählen. Hinz hat sich für seine Skulptur aber noch mehr ausgedacht. Dazu hat er einige Ideen. So kann er sich vorstellen, dass der "Teufel von Vinzelberg" in einem Museum ausgestellt wird. Als Sinnbild schlechter Eigenschaften beziehungsweise zur Mahnung, diese abzulegen, sei die Figur auch dazu geeignet, bei Projekten in der Kinder- und Jugendarbeit oder ähnlichen sozialen Netzwerken integriert zu werden.
"In jedem Menschen steckt ein kleiner Teufel", sagt Hinz. "Was er daraus macht…? Böse Eigenschaften zu unterdrücken, damit muss schon von klein auf angefangen werden." Für weitere Ideen ist Hinz offen. Wer Einfälle hat, kann sich bei Lothar Hinz, Hauptstraße 18a in Vinzelberg melden oder telefonisch unter (03 93 25) 2 25 78 oder (01 52) 03 81 38 85.
Der "Teufel von Vinzelberg" ist nicht die erste Figur, mit der Hinz die Aufmerksamkeit auf sich und seine Werkstatt zieht. Vor einigen Jahren errichtete er einen Moai, ein Nachbau der berühmten Steinfiguren auf den Osterinseln.