Stendal l In gut zwei Monaten läuft am Silvestertag wieder der Klassiker „Dinner for One“ mit dem ebenso klassischen Satz von Miss Sophie an ihren Butler: „The same procedure as every year, James“ – Das gleiche Verfahren wie in jedem Jahr, James. Ähnlich könnte Dietmar Fleischer über sein Problem erzählen, das er Jahr für Jahr wieder anspricht – zum Lachen ist ihm dabei allerdings nicht.

Es geht noch immer um die fehlende Markierung für die Stellplätze am sogenannten Tiergarten-Elfer an der Carl-Hagenbeck-Straße 21 bis 31 im Stadtseegebiet. Es geht konkret um den Bereich, der aus Wohnblock-Sicht direkt auf der anderen Straßenseite liegt und an das Areal angrenzt, auf dem die Stendaler Wohnungsbaugesellschaft ihren Mietern Parkplätze vermietet.

Markierungen auf Parkplätzen fehlen

Die Plätze für die Behinderten-Parkplätze sind (direkt am Elfer in Längsrichtung) zwar markiert, für die Querparker gibt es aber keine aufgezeichneten Flächen. Darum ärgert sich Dietmar Fleischer seit Jahren über das Parkverhalten einiger Zeitgenossen. „Jeder stellt sich hin, wie er will“, sagt der Anwohner. Einige Fahrer parken schräg ein oder lassen mitunter zwischen ihrem Auto und dem daneben stehenden ganz viel Platz – aber nicht ausreichend für ein weiteres Auto. Dadurch stünden weniger Stellplätze zur Verfügung, als möglich sind. Zwei bis drei Plätze werden so wohl verloren gehen, schätzt Dietmar Fleischer. Markierungen könnten Abhilfe schaffen, fordert er.

Schon 2016 hatte die Volksstimme darüber berichtet, zuletzt Anfang 2019. Damals hatte die Stadtverwaltung angekündigt, Geld für die Markierungsarbeiten aus dem Förderprojekt „Stadtumbau Ost – Aufwertung Stadtsee“ beantragt zu haben und nach Möglichkeit noch 2019 das Problem zu beheben.

Stendal braucht Fördergeld

Nun neigt sich auch das Jahr 2020 dem Ende entgegen, getan hat sich bisher nichts. Darum eine erneute Nachfrage im Rathaus, die Stadtsprecher Armin Fischbach beantwortet: „Die Hansestadt Stendal kann den Unmut des Anwohners natürlich nachvollziehen, und auch wir hätten die Markierungsarbeiten gerne früher als später durchgeführt. Allerdings sind wir bei der Vorausplanung unserer Straßenbauarbeiten auf Fördermittel angewiesen und müssen die Planung dementsprechend der Bewilligungsgeschwindigkeit anpassen.“

Das Fördergeld für die Markierungen in der Carl-Hagenbeck-Straße sei für das kommende Jahr bewilligt worden und „wir hoffen, diese Arbeiten auch in demselben Jahr noch umzusetzen“.