Stendal l Mit dem Beginn des neuen Schuljahres gibt‘s gleich „Ärger“, der „schnellstens aus der Welt geschafft werden muss“. So zumindest sieht es Edith Braun (Pro Altmark). Die Vorsitzende des Kreisausschusses für Schule, Sport und Kultur scheint fassungslos zu sein, als sie erfährt, dass mit dem Schulstart viel zu wenig Schulbus-Begleiter zur Verfügung stehen.

Von den 34 beantragten Begleitern habe das Jobcenter in Stendal „uns leider nur elf Personen benannt“, sagt Ulrike Bergmann. Die Leiterin des Schulverwaltungsamtes im Kreis berichtete in der Ausschusssitzung den Mitgliedern über die Vorbereitung auf das neue Schuljahr und verwies darauf, dass noch nie so wenige Helfer für den Schülerverkehr zur Verfügung gestellt wurden.

Unterstützung für Busfahrer

Seit gut 20 Jahren setzt die Kreisverwaltung als Träger der Schülerbeförderung die sogenannten Schulbusbegleiter ein. Bei Drängeleien, Schubsereien, Streitigkeiten bis hin zu Handgreiflichkeiten und Vandalismus schreiten sie ein. Sie sorgen auch dafür, dass in den vollen Bussen die Jüngeren bevorzugt einen Sitzplatz einnehmen. Die Begleiter stärken den Busfahrern den Rücken, damit die sich auf den Straßenverkehr konzentrieren können.

Ihr Einsatz wird finanziell honoriert und „hat sich bewährt“, sagt Edith Braun. Es habe seit Jahren keine nennenswerten Unfälle gegeben.

Landrat sagt Hilfe zu

Aus ihrer Sicht sei es eine Frage des Wollens, dass das Jobcenter in diesem Schuljahr wieder ausreichend Personal zur Verfügung stellt, um die Sicherheit für Schüler und Busfahrer zu erhöhen. Auf Empfehlung von Ausschussmitglied Annegret Schwarz (CDU) formulierte die Vorsitzende eine Forderung an Patrick Puhlmann (SPD): „Der Landrat soll Einfluss darauf nehmen, dass die noch fehlenden 23 Begleiter zur Verfügung gestellt werden.“ Als Vorsitzender der Trägerversammlung des Jobcenters habe er die Möglichkeit.

Das bestätigte Puhlmann auf Volksstimme-Nachfrage und sicherte seine Unterstützung zu. Er werde das Thema auf die Tagesordnung der Trägerversammlung setzen. Seitens des Landkreises bestehe „kein Zweifel an der Notwendigkeit, auf diese Weise die Schülerbeförderung im Rahmen des ÖPNV weiter zu unterstützen“, sagte Patrick Puhlmann.