Stendal l Rege Bautätigkeit herrscht in der Ferienzeit in zahlreichen Schulen. Während es sich die Stadt Stendal finanziell leisten kann, aus eigenen Mitteln Reparaturen und Modernisierungen ausführen zu lassen, sind der Kreisverwaltung die Hände gebunden. Wegen der Hauhaltssperre können in den Schulen, die in Trägerschaft des Landkreises Stendal sind, keine Unterhaltungsmaßnahmen bezahlt und damit in Auftrag gegeben werden, teilt die Verwaltung auf Volksstimme-Nachfrage mit.

Eile für Einzug geboten

Und dennoch wird saniert und umgebaut, mit Geld aus Förderprogrammen. Zu den ehrgeizigen Vorhaben gehört die umfangreiche Sanierung des Hildebrand-Gymnasiums in Stendal. Rund 5,4 Millionen Euro sollen bis 2022 ausgegeben werden, um das Gebäude als Schulstandort langfristig zu sichern. Für die energetische Sanierung des Gymnasiums stehen rund 2,8 Millionen Euro Fördergeld zur Verfügung. 2,6 Millionen Euro muss der Kreis aufbringen.

Die Arbeiten, die im März begonnen haben, erfolgen bei laufendem Schulbetrieb. Um den Lehrplan zu gewährleisten, muss der Unterricht ausgelagert werden. So entsteht gegenwärtig auf dem Schulgelände ein kleines Containerdorf. Die Fundamente dafür sind fertig, ab der kommenden Woche sollen die einzelnen Container geliefert und dann montiert werden. Bis zum Schulbeginn am 27. August ist mit dem Einrichten dann Eile geboten. In den vier Klassenräumen haben jeweils 28 Schüler Platz.

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Winckelmann-Gymnasium mit nutzen

Darüber hinaus nutzen Hildebrand-Gymnasiasten die Unterrichtsräume und Fachkabinette im Winckelmann-Gymnasiums. Aus Sicht der Verwaltung eine gute Lösung, da durch die örtliche Nähe der Gebäude die Wege für Schüler und Lehrer während der Bauphase gering gehalten werden.

Bislang steht der Abschnitt eins an, der mit der Trockenlegung des Bauwerks und Demontage der Elektro- und Heizungsanlage im Seitenflügel begonnen wurde. Parallel zu den Arbeiten im Seitenflügel soll das Dach und die Fassade komplett saniert werden. Ziel ist, die Arbeiten im Seitenflügel im Februar 2021 zu beenden. Daran schließt sich dann der Abschnitt zwei mit der Sanierung des Hauptgebäudes und des Sanitärtrakts an.

Helen-Keller-Förderschule wird erweitert

Auf dem Gelände der Förderschule „Helen Keller“ in Stendal wird ebenfalls ein Container aufgestellt. Dieser hat die Abmaße 14,6 mal 14,6 Meter. Dort eingerichtet werde ein Bewegungsraum, eine Werkstatt, ein Therapiezimmer sowie eine Abstellkammer, teilt die Kreisverwaltung mit und fügt hinzu: „Die Anzahl der dort zu unterrichtenden Schüler variiert im Rahmen des Unterrichtes beziehungsweise Schulplans. Die Kosten für die Erweiterung an der Förderschule belaufen sich auf rund 270.000 Euro.

Neues Physikkabinett

Pünktlich zum neuen Schuljahr sollen sich auch die Lernbedingungen in der Komarow-Sekundarschule in Stendal verbessern. Für etwa 250.000 Euro wird ein neuer Fachunterrichtsraum für Physik und Informatiik eingerichtet. Die langersehnte Sanierung des Sanitärbereichs steht bei der Kreisverwaltung weiter auf der Liste der Bauvorhaben. Sie soll im Rahmen des Förderprogrammes Schulinfrastruktur realisiert werden, heißt es auf Volksstimme-Nachfrage. Ein konkreter Zeitraum wurde nicht genannt.