Tangerhütte l Auf den Volksstimme-Bericht „Freilaufende Schweine im Wildpark“ vom 23. Oktober und die Aussage des Bürgermeisters, dass die Zäune zu hoch gesetzt worden seien, reagierte jetzt Siegfried Arndt, Vorsitzender des Fördervereins Wildpark: „Das stimmt so nicht. Die Zäune wurden 40 Zentimeter tief in die Erde eingegraben, das war 2016/2017 im Rahmen einer Maßnahme zur Hochwasserschadensbeseitigung und ich war selbst dabei, als das gemacht wurde.“ Für ihn gibt es nur einen Grund, dass die Schweine das Tor öffnen konnten und der sei Nachlässigkeit bei der Verriegelung. Es müsse unten eine Kette gespannt werden, die das Aufdrücken verhindere, das war schon vorher so, sagt Arndt. Er spricht auch von einem deutlich reduzierten Tierbestand.

Letzte offizielle Zahl: 329 Tiere

Nach Volksstimme-Informationen sollen von fast 600 Tieren, von denen der Bürgermeister derzeit spricht und die Ende vergangenen Jahres beim Ausscheiden Annette Friedebolds als leitender Angestellter noch im Park gelebt haben sollen (der Verein hatte Anfang 2018 knapp 500 gezählt), viele nicht mehr vorhanden sein. Manch einer im Verein spricht von weniger als der Hälfte. Hinter vorgehaltener Hand heißt es auch, dass Krankheiten, Mangelzustände und fehlende Entwurmungen die Tiere schwächen und regelmäßig Tiere sterben.

Konkrete Zahlen gab es bis Redaktionsschluss gestern vom Bürgermeister nicht. Die letzte Überprüfung des Tierbestands durch das Veterinäramt des Landkreises ist im Februar erfolgt, damals sollen noch 329 Tiere gezählt worden sein.

Wichtig sei, dass wieder jemand gefunden wird, der sich mit Herzblut für den Wildpark einsetze, sagt Barbara Richter (Demker) vom Förderverein. Wer Ideen hat, kann sich auch gerne bei ihr melden.