Stendal/Uchtspringe l Auf dem Wirtschaftshof Uchtspringe an der alten Hauptstraße soll ein Inklusionsbetrieb für den Holzbau entstehen. Angestrebt werde „ein modernes Wirkungsfeld, wo Menschen mit und ohne Handicap gemeinsam hochwertige Handwerksleistungen erbringen“, teilt der Bauherr, die Salus Altmark-Holding gGmbH, mit. Im ersten Schritt wird jetzt mit der Errichtung einer neuen Werkhalle begonnen.

Tischler-Handwerk hier verwurzelt

Mit einem Investitionsvolumen von rund 2,68 Millionen Euro will die Salus Voraussetzungen schaffen, um das seit über 100 Jahren in Uchtspringe verwurzelte Tischlerei-Handwerk unter zeitgemäßen Bedingungen weiterzuführen.

Herzstück der rund 1200 Quadratmeter großen Werkhalle wird eine CNC-gestützte Produktionslinie mit hohem Automatisierungsgrad sein. Zum Projekt gehören auch die Neugestaltung des Hofes und die Anbindung an allerlei Leitungen.

Bilder

Richtfest im Sommer

Das Richtfest ist für Spätsommer 2018 geplant. „Im nächsten Jahr sollen hier bereits die ersten Küchen und Möbel gefertigt werden – maßgeschneidert nach Kundenwünschen, wie sie schon bislang in der Uchtspringer Holzwerkstatt erfüllt werden“, teilt Salus-Pressesprecherin Franka Petzke mit. Das bestehende Team um die Gesellen und drei Tischlermeister soll dann um fünf schwerbehinderte Mitarbeiter verstärkt werden.

„Handwerk und Dienstleistung in Uchtspringe sind untrennbar mit unserem Bestreben um die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen und sozialen Benachteiligungen verbunden“, erklärt Hans-Joachim Fietz-Mahlow, Geschäftsführer der Salus Altmark Holding gGmbH. „Wir erleben viele schwerbehinderte Mitarbeiter als hochmotiviert, ihre Fähigkeiten einzubringen und weiterzuentwickeln.“

Werkstatt mit Inklusion

Das Konzept der Inklusion biete für alle Beteiligten große Chancen und habe deshalb auch unter dem Dach der neu gegründeten Salus Altmark Holding gGmbH einen hohen Stellenwert, betont der Geschäftsführer.

Im Zuge der weiteren Entwicklung komme es aus Sicht von Geschäftsbereichsleiterin Heidi Köhler darauf an, die Werkstätten als moderne Inklusionsbetriebe zu profilieren, die auch jungen Leuten attraktive Ausbildungs- und Berufsperspektiven böten. „Dazu gehören natürlich die entsprechenden Rahmenbedingungen, wie wir sie jetzt mit der neuen Werkhalle schaffen“, so Köhler.