Stendal/Tangermünde l Die Sonne strahlt, der Himmel ist blau und die Tangermünder sehen entspannt aus, als sie über ihren Frischemarkt schlendern. Der Markt findet dieser Tage mit Corona-Auflagen statt. Flatterband und die Fahrzeuge der Händler begrenzen den Verkaufsbereich, an Ein- und Ausgang steht Personal, welches aufpasst, dass nicht mehr als 50 Leute gleichzeitig den Markt besuchen. Dafür haben sie Wäscheklammern in einer kleinen Schale vor sich liegen, die jeder Besucher beim Eintreten anstecken muss – ist die Schale mit den Klammern leer, darf eben keiner mehr rein.

Andreas Fröhlich, Florist und Händler auf dem Tangermünder Markt freut sich, dass der Markt trotz Corona stattfindet. „Es ist toll, dass das gemacht wird. Und es funktioniert gut. Die Kunden halten sich an die Auflagen und die Stimmung zwischen den Händlern ist gut“, sagt er freudig. Dass der Markt in Stendal nicht stattfände, treffe die Markthändler jedoch sehr. „Hier stehen auch Verkäufer, die sonst in Stendal handeln würden. Für sie ist es schlimm, dass der Wochenmarkt dort nicht stattfindet“, sagt der 53-Jährige. Für die Händler sei es existenziell, dass sie weiter verkaufen können. „Man sieht doch, dass es mit den Auflagen gar nicht so schwer ist.“

Zuversichtlich trotz Corona

Dem 53-Jährigen ist es trotz allem wichtig zu zeigen, dass es auch in Corona-Zeiten etwas Positives gibt. „Meckern kann schließlich jeder.“ Andreas Fröhlich ist seit sieben Jahren auf dem Tangermünder Markt anzutreffen. Dass das Markttreiben dieser Tage stattfinden kann, hängt laut dem Rathenower auch damit zusammen, dass die Zusammenarbeit mit der Marktleitung gut funktioniere. Mit der Stadt sei ein guter Weg gefunden worden, die Corona-Auflagen einzuhalten und den Markt zu ermöglichen.

Seit den neuen Regelungen zur Eindämmung des Coronavirus vom 2. November darf der Stendaler Wochenmarkt hingegen nicht mehr stattfinden. Die Hansestadt begründet die Absage unter anderem damit, dass sie die Auflagen nicht umsetzen könnten.