Wanzleben l Die Freude bei Einrichtungsleiterin Barbara Schürmann und ihren Mitarbeiterinnen ist groß. Seit vergangenem Mittwoch stehen die Türen des Kleiderladens des DRK Kreisverbands Wanzleben wieder für ihre Kunden offen. Mit der Lockerung der Landesregierung, Sachsen-Anhalts Geschäfte wieder zu öffnen, deren Fläche nicht Größer als 800 Quadratmeter ist, war dies auch für den Kleiderladen eine erfreuliche Botschaft. „Unser Laden hat eine Größe von etwa 500 Quadratmeter“, sagt Barbara Schürmann. Denn die Schließung bedeutete für den DRK Kreisverband Wanzleben finazielle Einbrüche. „Wir haben 2000 Euro eingebüßt, das ist für uns viel Geld“, sagt Schürmann. Hinzu kommt die noch geschlossene Suppenküche.

Nur gut erhaltene Ware angenommen

Momentan wird das Sortiment von Winter- auf Sommerware umgestellt. „Die Wintersachen kommen dann erstmal ins Lager“, erklärt die Einrichtungsleiterin. Beliebte Waren sind momentan Kinderkleidung, Sommersachen und Bettwäsche. „Für die Altersklassen von 16 bis 50 Jahre fehlt uns leider Kleidung“, so Schürmann. Oftmals kämen durch Haushaltsauflösungen Sachen zum Kleiderladen. „Wir haben viel Mode für Senioren“, erzählt Pia Goetze. Spenden werden ab jetzt auch wieder angenommen. „Gut erhaltene Ware, die wir im Kleiderladen verkaufen können, nehmen wir an“, sagt Schürmann. Was derzeit nicht angenommen wird, sind nicht verwertbare Waren, wie kaputte Kleidung. „Durch die Corona-Krise können diese Sachen nicht abtransportiert werden“, erklärt die Einrichtungsleiterin. Ein Mal in der Woche werden auch die 50 Altkleidercontainer im DRK Kreisverband Wanzleben geleert. Diese werden dann zum Kleiderladen gebracht und dort von den Mitarbeitern sortiert. Traurig sei laut Barbara Schürmann, dass viele Menschen ihre Gartenabfälle in die Container werfen. „Derzeit werden auch viele Container aufgebrochen und durchwühlt“,sagt Schürmann. Daher kämen die Leute direkt zum sozialen Zentrum, um ihre Sachen im Kleiderladen abzugeben.

Mehr als nur Kleider

Neben Mode bietet der Laden des DRK Geschirr, Spiele, Elektrogeräte, Dekoartikel, Kosmetik und Möbel an. „Bei Möbeln versuchen wir, dass wir gleich einen Kunden haben und liefern können“, sagt Barbara Schürmann. Denn im Laden ist kein Platz die Möbel unterzubringen. Durch die Corona-Krise ist die Möbellieferung aktuell nicht möglich. „Wir sehen zum Schutz unserer Mitarbeiter derzeit davon ab“, erklärt Schürmann.

Stopp in der Wartezone

Möchten Kunden den Kleiderladen im sozialen Zentrum besuchen, müssen sie einige Dinge beachten. Draußen vor dem Laden befindet sich eine Wartezone. Hier warten die Besucher mit einem Abstand von 1,5 Metern auf die Aufforderung der Mitarbeiterinnen, dass sie den Laden betreten dürfen. „Es werden lediglich zwei Besucher hineingelassen“, sagt Barbara Schürmann. Außerdem müssen die Besucher im Laden einen Mundschutz tragen. Wer keinen Mundschutz hat, kann auch einen Schal oder ein Tuch nehmen. Auch Ilona Wackernagel und Pia Goetze tragen einen Mundschutz. Vor der Kasse sind grüne Kisten aufgestapelt, damit der Abstand zu den beiden Verkäuferinnen eingehalten wird. Hatte der Laden sonst von Dienstag bis Freitag auf, so ist er jetzt montags und mittwochs von 9 bis 14 Uhr geöffnet. „Wir machen es montags und mittwochs, weil an diesen Tagen keine Tafelausgabe ist, um die Kontaktbeschränkungen auf ein Minimum zu reduzieren“, sagt Schürmann.