Zusätzliche Beratungstermine

Hohendodeleben: Montag, 3. September, 19 Uhr, Gemeindezentrum „Pferdestall“, Matthissonstraße 13

Groß Rodensleben: Dienstag, 4. September, 19 Uhr, Büro des Ortsbürgermeisters, Bauernstraße 18

Seehausen: Mittwoch, 5. September, 19 Uhr, Anbau Sonnensaal, Friedensplatz 9

Domersleben: Donnerstag, 6. September, 19 Uhr, Kulturhaus, Martin-Selber-Straße 4

Wanzleben: Freitag, 7. September, 19 Uhr, Rathauskeller

Beratungen in der Woche vom 3. bis 7. September täglich von 9 bis 20 Uhr im „Casino“ Klein Wanzleben

Wanzleben l Noch reichen die Anmeldungen der Hauseigentümer der Ortschaften der Einheitsgemeinde Stadt Wanzleben-Börde nicht aus, um das kommunale Glasfasernetz wirtschaftlich zu bauen. Mit Stand von Freitag lag die Quote in der gesamten Stadt bei 23 Prozent. Es müssen jedoch mindestens 60 Prozent sein, damit sich der Ausbau für die Kommune und den Netzbetreiber DNS:NET rechnet.

Um doch noch auf die erforderliche Quote zu kommen, hat die Stadt Wanzleben die Anmeldefrist bis zum 30. September verlängert. Eigentlich sollte sie am 31. August enden.

Auf die Frage der Volksstimme, was passiert, wenn die Mindestanschlussquote nicht erreicht wird, antwortet Wanzlebens Bürgermeister Thomas Kluge (parteilos): „Das ist schwierig und kann abschließend erst am Ende betrachtet werden. Kann sein, dass überhaupt nicht gebaut wird“. Deshalb sei es das Ziel aller am Projekt beteiligten Partner, die 60 Prozent zu erreichen, um auf der sicheren Seite zu stehen. Die von der Bundesregierung gewährten Fördergelder für den Breitbandausbau einfach auf andere Projekte zu übertragen, werde aus Sicht Kluges nicht möglich sein.

Der Bürgermeister sei davon überzeugt, dass die Zielstellung für die Stadt Wanzleben-Börde noch erreicht werden könne. Um das Verfahren zu beschleunigen, können die Anträge auf Anschluss an das kommunale Glasfasernetz jetzt direkt im Wanzleber Rathaus, bei den Ortsbürgermeistern oder bei den Breitbandengeln, die das Netz vermarkten, abgeholt und wieder abgegeben werden. Auch hat die Stadt in den Ortschaften zusätzliche Beratungstermine ermöglicht (siehe Info-Kasten).

„Das modernste Netz soll auch in Wanzleben-Börde zur Verfügung stehen, für jeden Haushalt, für die Wirtschaft, für die Mediziner, für die Schulen“, wird Kluge nicht müde, für das kommunale Netz zu werben. Seiner Einschätzung nach sei die Nachfrage vorhanden, da täglich mehr als 50 Anträge abgegeben würden. Die Konditionen für die Anschlusswilligen blieben unverändert: kostenloser Hausanschluss, Wegfall der einmaligen Gebühr und Weiterreichen der Förderung des Bundes. Jedoch müssen sich die Haushalte die ersten zwei Jahre vertraglich an den Netzbetreiber DNS:NET binden. Danach können sie den Anbieter wechseln.

Wanzleben ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft des Landkreises „Börde-Ohre-Breitband – Das Giga-Netz“. Partner bei der technischen Umsetzung des Ausbaus ist die DNS:NET Internet Service GmbH mit Sitz in Berlin. Die Kosten des Ausbaus liegen bei 22,1 Millionen Euro. Der Bund fördert den Breitbandausbau in Wanzleben mit mehr als zehn Millionen Euro. Die Differenz muss die Stadt mit Krediten abdecken. Die Refinanzierung erfolgt durch die Pacht, die der Netzbetreiber an die Stadt zahlt.