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BaustelleBrückenbau in Sülldorf stellt die Feuerwehr vor Probleme

Fragen rund um den Neubau der Brücke über die Sülze hat der zuständige Bauüberwacher bei der Sitzung des Sülldorfer Rates beantwortet. Dabei ist deutlich geworden, dass noch nachgebessert werden muss.

Von Udo Mechenich 07.02.2024, 10:30
Der Stand der Arbeiten an der Brücke in Sülldorf war Thema im Ortschaftsrat.
Der Stand der Arbeiten an der Brücke in Sülldorf war Thema im Ortschaftsrat. Foto: Udo Mechenich

Sülldorf - Der Stand der Arbeiten rund um den Neubau der Brücke über die Sülze in Sülldorf war ein hitzig diskutiertes Thema während der jüngsten Sitzung des Ortschaftsrates. Denn nicht alles scheint bei der Baumaßnahme glatt zu laufen.

Gleich zu Beginn wollte eine Besucherin angesichts des derzeitigen Baustopps wissen, ob der Neubau der Brücke noch in diesem Jahr fertig werde. „Ist denn überhaupt genug Geld dafür eingeplant?“, fragte sie mit Blick auf die Sülldorfer Ortsbürgermeisterin.

Bauwerk ist so weit fertig

Mit Blick auf den Bau antwortete ihr Andreas Maschner, Geschäftsführer der IBV GmbH, die den Bau überwacht, dass die Brücke so weit fertig sei, lediglich die Geländer und die Straßenanschlüsse würden noch fehlen. Hierfür müsse man mit sechs bis acht Wochen rechnen. Bei Minusgraden sei dies jedoch nicht möglich. Für den Straßenbau brauche man eine „offene Witterung“.

In puncto Geld versicherte Ortsbürgermeisterin Kerstin Gruetz (CDU), dass die entsprechende Summe im aktuellen Haushalt 2024 veranschlagt sei.

Absenkung der Borde wird verhindert

Ein anderer Besucher fragte IBV-Geschäftsführer Maschner, ob die Zufahrt zur Pumpstation der Abwasserwirtschaft gewährleistet sei. Er sehe die Gefahr, dass die Überfahrt des Fußweges für die schweren Fahrzeuge der Abwasserwirtschaft nicht stabil genug sei und hier sehr schnell die Bordsteine kaputtgefahren werden könnten. Hier widersprach Andreas Maschner. Man habe die Zufahrt so gestaltet, dass die Bordsteine abgesenkt sind und zusätzlich der Aufbau verstärkt wurde, machte er deutlich. Eine Setzung könne es in diesem Bereich der Anlage nicht geben.

Eine andere Befürchtung betraf die Höhe der Straße. Sie dürfe auf keinen Fall durch den Umbau höher werden. Dem stimmte Maschner zu. „Wir können hier keine steilen Rampen bauen. Die Straße wird nach den Bauarbeiten nur wenige Zentimeter höher sein. Schließlich müssen wir beim Umbau auf alle Anschlüsse in puncto Medien und Abwasser achten.“

Baustelle bereitet der Feuerwehr Probleme

„Eine Befahrung zum oberen Ortsteil und die Erreichbarkeit der alten Kaserne ist durch Feuerwehrfahrzeuge aktuell teilweise nicht möglich“, warnte der Sülldorfer Wehrleiter Mike Höpfner, der auch Mitglied im Ortschaftsrat ist. Wie lange dieser Zustand noch andauere, wollte er von Maschner wissen. Das müsse gewährleistet sein, sagte dieser. Man habe die entsprechende Stelle aufgeschottert.

„Eine Schotterung reicht mit Sicherheit so nicht aus. Die Kurven sind zu eng gefasst. Da kommen Fahrzeuge der Feuerwehr sowie Leiterwagen nicht durch“, blieb Höpfner bei der Ratssitzung bei seiner Kritik. Auch der Umweg über den Acker sei keine Lösung. Bei acht Wochen Bauzeit handele es sich um einen gewissen Zeitfaktor, den man nicht einfach so wegschieben könne. Maschner sagte Wehrleiter Höpfner zu, erneut mit der Baufirma das Gespräch zu suchen. „Hier wird nachgebessert.“