Bürgeraktion

Bushaltestelle in Schwaneberg wird zum Blickfang

Zusammen werden Kinder aus der Kindertagesstätte „Wilde Schwäne“ und Jugendlichen aus dem betreuten Wohnen die Schwaneberger Bushaltestelle aufhübschen. Erste Entwürfe für die Sprayaktion wurden nun begutachtet.

Von Udo Mechenich
Künstlerin Andrea Gohr (l.) und Betreuerin Susanne Döring (2.v.l.) zeigten dem Schwaneberger Mitglied im Ortschaftsrat Wagner und der Leiterin der örtlichen Kita, Manuela Hammecke, ihre ersten Entwürfe für die Schablonen der Spraybemalung.Fotos (3): Udo Mechenich
Künstlerin Andrea Gohr (l.) und Betreuerin Susanne Döring (2.v.l.) zeigten dem Schwaneberger Mitglied im Ortschaftsrat Wagner und der Leiterin der örtlichen Kita, Manuela Hammecke, ihre ersten Entwürfe für die Schablonen der Spraybemalung.Fotos (3): Udo Mechenich Udo Mechenich

Schwaneberg l Die malerische Gestaltung der Bushaltestelle in der Ortsmitte von Schwaneberg war kürzlich das Thema einer Besprechung vor Ort an der Lindenstraße. „Unsere Bushaltestelle soll ein wenig künstlerisch gestaltet werden, so dass sie nach Schwaneberg aussieht“, berichtet Matthias Wagner, Mitglied im Ortschaftsrat von Schwaneberg. Eine Grundierung gebe es schon. Nun könnten die Kinder und Jugendlichen Motive darauf gestalten.

Die ursprüngliche Bushaltestelle wurde durch einen Verkehrsunfall vor drei Jahren zerstört. „Nach langem Hin und Her hat die Gemeinde nun zusammen mit der ,Holzbau Kraft GmbH' aus Altenweddingen eine neue Haltestelle aus Holz hier hingestellt. Die ist bisher aber noch nicht ganz so ansehnlich. Aus diesem Grund gibt es nun das Projekt zusammen mit der Wohngruppe Schwaneberg und der Kindertagesstätte ,Wilde Schwäne’ zur Bemalung“, erläutert Matthias Wagner den Hintergrund zu diesem Verschönerungsprojekt.

Für Manuela Hammecke, Leiterin der Kita „Wilde Schwäne“, ist „die Idee einwandfrei. Gerade auch die Zusammenarbeit mit dem Kinder- und Jugendhilfezentrum ist wichtig. So werden alle, Kinder und Jugendliche, unsere Bushaltestelle wertschätzen. Gerade auch unsere Mädchen und Jungs können dann ihren Eltern ganz stolz erzählen, dass dies ,ihre' Kunst ist“.

Andrea Gohr, bildende Künstlerin und freie Mitarbeiterin im Kinder- und Jugendhilfezentrum und Susanne Döring, Betreuerin in der Schwanebecker Wohngruppe, hatten für die Besprechung an der Bushaltestelle im Zentrum Schwanebergs Gesamtskizzen und auch schon erste Schablonen mitgebracht. „Wenn es losgeht, werden wir unsere Schablonen auf den Wänden befestigen, und die jungen Künstler können dann mit Spraydosen die Motive auf die Bushaltestelle bringen“, blickte Andrea Gohr in die Zukunft.

Zu den Motiven gehört natürlich - wie soll es anders in Schwaneberg sein - der Schwan. Aber auch ein Fußballspieler wird - wegen des schönen Fußballplatzes in Schwaneberg – auf der Bushaltestelle zu sehen sein. Ein Apfelbaum ist ebenfalls bei den Schablonen mit dabei, wegen der wilden Apfelbaumwiese in Schwaneberg. Susanne Döring dazu: „Natürlich beziehen wir auch den Abfalleimer in der Bushaltestelle in die Bemalung mit ein. Neben dem Behälter wird eine Figur zu sehen sein, die gerade etwas in den Eimer hineinschmeißt. So wollen wir die Menschen daran erinnern, dass sie den Eimer auch nutzen sollten.“

Für den Teamleiter der Schwaneberger Wohngruppe des Kinder- und Jugendhilfezentrums Groß Börneke, Karsten Göth, ist dieses gemeinsame Vorhaben mit der Kindertagesstätte „ein hervorragendes Projekt. Hier wird sich gemeinschaftlich im sozialen Raum engagiert. Hier arbeiten unterschiedliche Träger gemeinsam an einem kreativen Ziel und schaffen eine emotionale Verbindung zu ihrem Heimatort und der gesamten Gemeinde Sülzetal. Ziele, die man zusammen verfolgt und erreicht, schätzt man auch gemeinsam. Sie schaffen einen handfesten Wert, da man weiß, wie viel Arbeit man da hinein gesteckt hat“.

Fred Fedder, Mitarbeiter in der Verwaltung der Gemeinde Sülzetal, hatte die Idee zur malerischen Aufhübschung der Bushaltestelle in Schwaneberg. „So eine Bushaltestelle an der Ortsdurchfahrt muss doch einfach auch schön aussehen. Sie muss ein Blickfang, ein Aushängeschild sein. Zunächst haben wir uns darum gekümmert, dass in den beiden Seitenwänden Sichtfenster eingebaut werden, so dass Wartende gesehen werden und selbst auch den Verkehr beobachten können. Über Sponsoring gelang uns der Einbau der Fenster. In einem zweiten Schritt werden wir nun in einem Kooperationsprojekt zusammen mit der Kindertagesstätte und der Wohngruppe des betreuten Wohnens hier in Schwaneberg gemeinschaftlich die Bushaltestelle schönmachen. Bisher wirkte die ganze Bushaltestelle – vornehm ausgedrückt – ein wenig blass. So bekommen wir hier, in der Ortsmitte von Schwaneberg, einen richtigen, kleinen Hingucker. Durch das Engagement der Kinder und Jugendlichen erhoffen wir uns, dass es hier nicht so schnell zu unschönen Schmierereien kommt. “

„Die Ideen und Pläne aus der Wohngemeinschaft wurden von uns bei der heutigen Besprechung für gut befunden. Natürlich hatten wir zu den Skizzen noch den ein oder anderen kleinen Änderungswunsch und auch Hinweis. Noch vor den Sommerferien wollen wir das nun so umsetzen“, fasste Matthias Wagner abschließend das Treffen an der – noch weißen – Bushaltestelle in Schwaneberg zusammen.