Hohendodeleben l Am langen Streckmetallzaun, der zum Teil das Gelände der Hohendodeleber Kindertagesstätte „Sonnenschein“ im Herzen des Dorfes umgibt, ist mit großen Buchstaben der Schriftzug „Wir vermissen Euch“ zu lesen. Daneben hängen eine Reihe von bunten Bildern, die das vor der Tür stehende Osterfest in dafür typischen Szenen darstellen. Gemalt von Mädchen und Jungen, die jetzt in der vierten Wochen wegen der Corona-Pandemie ihre Kindertagesstätte nicht betreten dürfen.

Mut zugesprochen

In einem Brief haben sich die zwölf Erzieherinnen und der eine Erzieher der Kita „Sonnenschein“ Hohendodeleben unter der Leitung von Diana Schiffner an die daheim bleibenden Kinder gewendet und ihnen Mut zugesprochen, um diese schwierige Zeit zu überstehen. „Schade, dass wir die Osterzeit nicht gemeinsam verbringen können. Aber vielleicht malt ihr ja zuhause schöne Osterbilder, färbt die Eier bunt oder bastelt einen lustigen Osterhasen“, heißt es unter anderem in dem Brief an die Kinder. Das Kita-Team würde sich freuen, diese Werke der Kinder zu sehen.

Die Mädchen und Jungen werden aufgefordert, von ihren kleinen Osterkunstwerken ein Foto zu machen und es an die Kita per E-Mail an die Adresse kita-hohendodeleben@wanzleben-boerde.de zu schicken. Oder es auszudrucken und in den Briefkasten der Kindertagesstätte zu stecken. Mit den Bildern soll dann der Zaun der Kindertagesstätte geschmückt werden.

Bilder am Zaun

„Wir hoffen, dass wir euch bald wieder sehen und bleibt alle schön gesund!“, heißt es in dem Brief weiter. „Wir wollen mit der Aktion unseren Kindern etwas Abwechslung bieten“, sagt Kita-Leiterin Diana Schiffner und freut sich mit ihren Kolleginnen und Kollegen auf die von ihren Schützlingen angefertigten Bilder. Die Kinder freuen sich, wenn sie mit ihren Eltern im Dorf spazieren gehen und ihre Bilder an den Zaun der Kita hängen können.

In Zeiten ohne Corona werden in der Hohendodeleber Kindertagesstätte „Sonnenschein“ mit Hort vom Team um Diana Schiffner 65 Mädchen und Jungen betreut. „Jetzt haben wir acht Kinder in der Notbetreuung, die anderen sind zuhause“, sagt die Chefin. Das Personal der Kita ist weiterhin an Bord, betreut die wenigen Kinder und erledigt jetzt in dieser außergewöhnlichen Zeit Arbeiten, die sonst liegen bleiben. So haben die Erzieherinnen und Erzieher bereits den Hortbereich renoviert. „Darauf können sich die großen Kinder schon jetzt freuen“, sagt Diana Schiffner. Fleißige Eltern haben außerdem dabei geholfen, den Spielplatz im Garten der Hohendodeleber Kita auf Vordermann zu bringen und haben neuen Rasen gesät.

Ursprung in Italien

Ihren Ursprung haben die Regenbogen-Bilder in Italien. Von dort stammt auch der Spruch „tutto andrà bene“ (auf Deutsch „alles wird gut“). Dabei können alle Kinder mitmachen. Es funktioniert so: Kinder malen einen Regenbogen und hängen das Bild ins Fenster oder an die Tür, den Zaun den Balkon oder an andere geeignete Örtlichkeiten, so dass es andere Kinder oder Erwachsene sehen können. „Wir wollen damit zeigen, dass auch wir ganz viel zuhause bleiben, damit nicht noch mehr Menschen krank werden. Wir halten zusammen!“, bittet das Team der Hohendodeleber Kindertagesstätte „Sonnenschein“ um die Teilnahme an der Regenbogen-Aktion.