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Narrenverein Das Herz der EKG schlägt noch gesund

Den Eilsleber Karnevalisten vergeht das Lachen so schnell nicht. Das haben die Allertaler den widrigen Umständen zum Trotz in der vergangenen Session unter Beweis gestellt. Diese Erfahrung nimmt man nun auch mit in die Vorbereitung auf den nächsten närrischen Winter.

Von Ronny Schoof Aktualisiert: 26.07.2021, 12:03
Der neugewählte EKG-Vorstand: Sybille Gumprecht (von links), Mario Neugebauer (Präsident), Claudia Schmidt, Christian Wassermann und Sandra Lüdtke.
Der neugewählte EKG-Vorstand: Sybille Gumprecht (von links), Mario Neugebauer (Präsident), Claudia Schmidt, Christian Wassermann und Sandra Lüdtke. Fotos: Kevin Proch

Eilsleben - Jahreshauptversammlung ist nicht ganz so lustig wie Prunksitzung, muss aber sein, ist obligatorisch auch für einen Verein voller Narren. Üblicherweise pickt sich die Eilsleber Karnevalsgesellschaft (EKG) dafür einen Termin im Frühjahr heraus. „Doch wie schon im vergangenen Jahr mussten wir unsere Versammlung coronabedingt in die Sommerzeit verschieben“, so Vereinssprecher Kevin Proch, nachdem die EKG nun plangemäß die ganze trockene Tagesordnung im Garten des alten und neuen Vereinspräsidenten, Mario Neugebauer, abhandeln und sogar mit einem sonnigen Grillabend veredeln konnte.

Damit ist auch schon ein Teil des Vorstandswahlergebnisses vorweggenommen: Neugebauer ist und bleibt der Obernarr im Allertal. Ihm zur Seite stehen Christian Wassermann als sein erster Stellvertreter, Kassenwartin Sandra Lüdtke, Schriftführerin Sybille Gumprecht sowie ganz neu als Ehrenpräsidentin Claudia Schmidt.

Prägende Figur nimmt Abschied

Dass in der Führungsriege künftig ein vertrauter Name fehlen würde, war vorab bereits klar. Ute Stelmaszyk hatte auf eine erneute Kandidatur verzichtet und verabschiedete sich mit der dem Vorstand erteilten Entlastung nun endgültig aus der Vereinsspitze. Über mehr als dreißig Jahre hat sie die Geschicke der Allertaler mitgesteuert, unter anderem als Vorgängerin von Mario Neugebauer im Präsidentenamt. Kevin Proch meint im Namen der Mitglieder: „Ute hat den Verein sehr geprägt und zu dem gemacht, was er heute ist, nämlich ein dynamischer, junggebliebener und kreativer Karnevalsverein mit großer Geschichte, Tradition und Stärke. Alle Mitglieder, ob jung, ob älter, möchten sich bei Ute für ihr ehrenamtliches Engagement und für die Prägung der Vereinsseele herzlich bedanken.“ Der Karnevalsbühne selbst kehrt Ute Stelmaszyk allerdings noch nicht den Rücken. „Sie bleibt uns als treues, aktives Vereinsmitglied erhalten, worüber wir uns sehr freuen“, ergänzt Proch.

Auch die Finanzabteilung des Vereins hatte – gemessen an den Umständen – Positives zu berichten. Die wichtigste Botschaft an die Mitglieder und Karnevalsfreunde: Das Herz der EKG schlägt noch gesund. Oder wie Kevin Proch es für den Vorstand ausdrückt: „Die von den Veranstaltungsverboten verursachten Verluste konnten wir durch Spenden und Hilfen im erträglichen Maß kompensieren, so dass unser Verein der Krise sicher Stand hält und sein Überleben zunächst gesichert ist. Vielen Dank an dieser Stelle an unsere Unterstützer!“

Narren planen nun zweigleisig

Somit richtete sich der Blick einigermaßen beruhigt und pragmatisch, jedoch nicht befreit von der Ungewissheit, nach vorn. Kevin Proch: „Wir wissen nicht, was mit der nahenden fünften Jahreszeit auf uns zukommt. Da sich die einzelnen bühnenaktiven Gruppen, insbesondere die Tanzgruppen, aber mit der Vorbereitung auf die kommende Session befassen müssen, haben wir uns während der Hauptversammlung darauf verständigt, aufbauend auf unsere Online-Session in diesem Jahr, künftig zweigleisig zu fahren, so dass die Vorbereitungen nicht völlig ins Leere laufen, sollte eine neue Coronawelle die Saalsaison erneut kippen. Wir werden dann an unseren bisherigen Erfahrungen mit der digitalen Präsenz anknüpfen und unsere Internetauftritte entsprechend ausbauen und erweitern, so dass wir unserem Publikum auch im Jahr 2022 mit Sicherheit etwas zu bieten haben.“