Jahresversammlung

Der Freibad-Förderverein Langenweddingen zieht eine positive Bilanz

Die Mitglieder des Fördervereins haben in unzähligen Arbeitsstunden dafür gesorgt, dass ihr Freibad immer besser den Ansprüchen der Besucher gerecht wird. Nun ist es auch an die öffentliche Kanalisation angeschlossen.

Von Udo Mechenich
Jetzt kann wieder geplanscht werden. Im Hintergrund kümmern sich die Mitglieder des Fördervereins um den reibungslosen Betrieb des Freibads Langenweddingen.
Jetzt kann wieder geplanscht werden. Im Hintergrund kümmern sich die Mitglieder des Fördervereins um den reibungslosen Betrieb des Freibads Langenweddingen. Foto: Udo Mechenich

Langenweddingen l Bei einer Mitgliederversammlung zogen die Mitglieder des Fördervereins des Freibads Langenweddingen Bilanz und wagten einen Ausblick in die Zukunft. „Aktuell haben wir im Förderverein 192 Mitglieder. Für uns alle ist es das Wichtigste, dass wir in den Jahren 2019, 2020 und 2021 das Freibad Langenweddingen wieder öffnen konnten“, urteilt der Vorsitzende des Fördervereins, Norbert Dregger, gegenüber der Volksstimme.

Bis Ende Oktober 2019 hatten die Mitglieder und Freunde mehr als 5000 Arbeitsstunden im Freibad und ungezählte Stunden an Schreibtischen und in Gesprächen für das Freibad erbracht. „Danach hat sich die Zahl noch einmal vervielfacht“, blickt Dregger zurück. Die Mitglieder des Fördervereins hätten in jedem der drei Jahre die Sach- und Personalkosten des Freibades weitestgehend übernommen. Die Gebäude und Geräte im Freibad seien in Stand gehalten und Stück für Stück renoviert und verschönert worden. „Die Saisonvorbereitung, insbesondere die Vorbereitung des Beckens, wurde in den vergangenen drei Jahren in hervorragender Art und Weise geleistet“, freut sich der Vorsitzende Dregger.

In der Saison 2019 besuchten über 12 000 Menschen aus nah und fern das Freibad Langenweddingen. 231 Jahreskarten verkaufte der Förderverein des Freibads. War diese Saison noch eine relativ normale Saison, die am 30. Mai mit der Eröffnung begann und am 30. August endete, so begann am 31. Oktober 2019 eine besondere Phase, wie sie das Freibad in seiner 93-jährigen Geschichte noch nicht erlebt hat.

Im Jahr 2020 wurde das Freibad nach 93 Jahren an die öffentliche Kanalisation angeschlossen und ein neues Sanitärgebäude errichtet werden. Die Pläne dazu entstanden bereits 2018. Am 31. Oktober 2019 begann der Abriss des historischen Toilettengebäudes. Nach der Bauberatung zum weiteren Vorgehen wurde am 21. November 2019 das Streifenfundament gegossen. Die weitere Meilensteine im Jahr 2020 waren dann: am 17. Januar, die Grundsteinlegung, am 8. Februar das Richtfest, am 25. April der Anschluss an die Kanalisation und am 3. Juli die Schlüsselübergabe an die Gemeinde. „In dieser Phase ereilte uns alle dann die erste Corona-Welle. Am 16. Mai 2020 begannen wir mit 40 Leuten, das Freibad vorzubereiten, ohne zu wissen, ob wir öffnen können“, erinnert sich Dregger, „am 20. Mai wurde bekannt, dass wir unter den Voraussetzungen eines Hygienekonzeptes öffnen können.

Am 21. Mai 2020 haben die Frauen aus dem Förderverein zusammen mit den Kindern und Jugendlichen das Bad gestrichen. „In drei Wochen wurde die Eröffnung realisiert, ein Hygienekonzept erstellt, gleichzeitig weitergebaut. Eine sagenhafte Energieleistung“, lobt Dregger. Bis zum Ende der Saison am 30. August besuchten mehr als 10 000 Menschen das Freibad. 178 Jahreskarten wurden verkauft. „Es war eine unglaubliche Zeit. Das alles hat die Beteiligten sehr viel Kraft gekostet.“ Stellvertretend für die vielen Helfer nennt Dregger Dörte Kärsten, Enrico Bollmann, Denny Eisenkolb, Heinz Wallstab, Steven Lentze, Jürgen Sand, Jürgen und Marcus Ehrhardt, Frank Adam, Bernd Kay, Christian Beese und Elmar Heikroth.

In den gesamten drei Jahren übernahm die Wasserwacht Magdeburg die Aufsicht am Beckenrand. Die Schwimmmeister gaben zusätzlich Schwimmunterricht und boten die Möglichkeit an, Schwimmstufen abzulegen. „Hier freue ich mich, dass unser Angebot der Schwimmkurse so gut angenommen wird“, sagt Dregger.

Ähnlich wie Dregger äußert sich auch der ehrenamtliche Schwimmmeister Mike Rodenwald von der Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). „Unser Ziel sollte es sein, dass die Kinder mit fünf Jahren zum Schwimmunterricht kommen. Meine Intention ist, dass alle Kinder, die im Kindergartenalter zu uns kommen, hier bei uns das Schwimmen lernen, und wenn sie dann in die Schule wechseln, zumindest schon das Seepferdchen haben“, betont Schwimmmeister Rodenwald. Außerdem wurden Wandertage und Zeltlager unterstützt. Das Freibad Langenweddingen nahm auch Demografiepreis Sachsen-Anhalt teil.

„In diesem Jahr haben wir unter ähnlichen Bedingungen wie schon 2020 in einer wahren Rekordzeit das Bad wieder eröffnet“, berichtet Dregger. Eine Vorchlorung sei eingerichtet worden, was zur Sicherung der Qualität des Wassers beitrage. Norbert Dregger: „Mit all den Baumaßnahmen und Verbesserungen bereiten wir schon jetzt die nächsten Jahre vor und hoffen, das Freibad noch mindestens in das 100. Lebensjahr führen zu dürfen.“