Wanzleben/Bernburg (vs) l Trainieren unter erschwerten und vor allem realistischen Bedingungen stand für 32 Einsatzkräfte aus den Feuerwehren der Einheitsgemeinde Stadt Wanzleben-Börde auf dem Übungsprogramm. Nachdem in den vergangenen zwei Jahren bereits viele Atemschutzgeräteträgerinnen und -geräteträger der Feuerwehr an einem „Lehrgang zur Wärmegewöhnung und dem Verhalten bei Rauchgasdurchzündungen“ teilgenommen hatten, folgte am vergangenen Wochenende in Bernburg die nächste Stufe der „Heißausbildung“ in einer feststoffbefeuerten Brandsimulationsanlage. Bei diesem Einsatztraining lag der Fokus auf der Personensuche und -rettung - bei absoluter Nullsicht und extremer Hitze, berichtete Feuerwehr-Pressesprecherin Susi Konczalla. Weiterhin frischten die Teilnehmer ihre Kenntnisse zur Taktik im Löschangriff auf, trainierten das sichere Öffnen von Türen und die Schaffung von Abluftöffnungen. Begleitet wurden sie bei den Übungen stets von ausgebildeten Trainern, die im Anschluss auch ein Feedback gaben. „Diese Heißausbildung ist für unsere Kameradinnen und Kameraden enorm wichtig, um auf die Praxis vorbereitet zu sein“, sagt Stadtwehrleiter Burkhard Wegner, der sich gemeinsam mit Wanzlebens Bürgermeister Thomas Kluge vor Ort ein Bild von der Ausbildung machte.

Kein Not-Aus-Knopf

Als Brennstoff einer feststoffbefeuerten Brandsimulationsanlage wird in der Regel Holz verwendet. So entsteht eine realitätsnahe Flammenerscheinung und Rauchentwicklung sowie Temperaturen zwischen 400 und 700 Grad Celsius. „Eine feststoffbefeuerte Anlage, wie wir sie in Bernburg nutzen können, bietet den Vorteil realistischerer Bedingungen gegenüber einer gasbefeuerten Anlage“, macht Wegner deutlich Eine „Not-Aus“-Taste gebe es darin nicht. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer tragen somit auch ein hohes Maß an Verantwortung für ihre Trupp-Partner, was neben dem Lerneffekt natürlich auch die Kameradschaft unter den Einsatzkräften der einzelnen Wehren stärke.