Bottmersdorf l Das ansonsten beschauliche Bottmersdorf war am Sonnabend im besten Sinne des Wortes „aus dem Häuschen“. In den Straßen rund um den Sportplatz parkten feuerrote Autos. Die Insassen waren längst ausgestiegen, um sich Punkt 10 Uhr auf dem grünen Rasen zu einem Appell zusammenzufinden. Wanzlebens Stadtjugendfeuerwehrwartin Sina Liebzeit forderte die Jugendwehren der Stadt freundlich aber bestimmt auf, sich aufzustellen. Schließlich gab es in gebührendem Maße den 25. Geburtstag der Jugendfeuerwehr Bottmersdorf zu begehen.

Es war am Bottmersdorfer Jugendfeuerwehrwart Markus Skurk, die vielen Gäste zu begrüßen. Darunter der Bottmersdorfer Jugendwehr verbundene Jugendwehren der Stadt Wanzleben-Börde, Feuerwehrverbandschef Harald Hinz, Kreisjugendfeuerwehrwart Thomas Ehrhardt, Wanzlebens Stadtwehrleiter Burkhard Wegner, Wanzlebens Bürgermeister Thomas Kluge und seine für den Brandschutz zuständige Mitarbeiterin Astrid Berger sowie die Spitzen der Ortschaft Bottmersdorf/Klein Germersleben, Ortsbürgermeister René Gehre und sein Stellvertreter, der Bottmersdorfer Landwirt Werner Ahrendt. Der zu den größten Fördern der Bottmersdorfer Jugendfeuerwehr gehört, wie Skurk sagte.

„Ich bin ein Fan von Feuerwehren, von früh bis spät“, bekannte Thomas Kluge (parteilos), Bürgermeister der Stadt Wanzleben-Börde, in seinem Grußwort vor dem angetretenen Nachwuchs. Die Einheitsgemeinde habe 13 Ortsfeuerwehren und mit ihnen 13 Jugendfeuerwehren, was der Rathauschef als außerordentlichen Erfolg und Gewinn für die Gemeinde wertete. „Ihr seid die nächste Generation“, rief der den Mädchen und Jungen zu und blickte stolz auf den Nachwuchs.

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Modell stammt aus den 1950er Jahren

Harald Hinz, Vorsitzender des Feuerwehrverbandes Börde, erwähnte, dass das Modell der Jugendfeuerwehren aus den 1950er Jahren stamme, mit den „Jungen Brandschutzhelfern“ begann und sich bis heute nicht überlebt habe. Er zeichnete die Jugendfeuerwehr Bottmersdorf mit einer Ehrenurkunde aus. Verbandsjugendfeuerwehrwart Thomas Ehrhardt ehrte die Kinder und Jugendlichen um ihren Chef Markus Skurk mit dem „Jugendbrief des Feuerwehrverbandes Börde“ und jeder Menge Leckereien. Ihm zur Seite stand der Bottmersdorfer Ortswehrleiter Silvio Lanz, der ebenso jede Menge Geschenke für den eigenen Nachwuchs in den Händen hielt. Wanzlebens Stadtwehrleiter Burkhard Wegner schließlich übergab eine Zuwendung in Höhe von 100 Euro. Den Reigen der Geschenke setzte der Klein Germersleber Andreas Gießmann von der Volksbank Börde-Bernburg fort. Er übergab eine Zuwendung von mehr als 800 Euro. Für das Geld wurde eine einheitliche Bekleidung für die Jugendfeuerwehr Bottmersdorf angeschafft. Ebenso würdigte René Gehre, Ortsbürgermeister von Bottmersdorf/Klein Germersleben, im Namen seiner Kollegen vom Ortschaftsrat das Engagement der Jugendfeuerwehr mit einer Geldspende.

Nach der Ehrung und den vielen netten Worten eroberte der Wanzleber Feuerwehrnachwuchs den grünen Rasen des Bottmersdorfer Sportplatzes. Unter den gestrengen Augen der Wertungsrichter fand die Stadtmeisterschaft im „Löschangriff nass“ und ein Kontenwettbewerb statt. Im Löschangriff belegte die erste Mannschaft der Jugendfeuerwehr Eggenstedt den ersten Platz, vor Hohendodeleben und dem zweiten Eggenstedter Team. Im Knotenwettbewerb setzten sich die beiden Mannschaften der Jugendfeuerwehr Wanzleben auf den Rängen eins und zwei durch, Dritter wurde Hohendodeleben. Damit ging der Wanderpokal der Stadt Wanzleben-Börde in diesem Jahr an die Jugendfeuerwehr Eggenstedt.