Von Constanze Arendt-Nowak

Klein Wanzleben l Hoch hinaus ging es jüngst während einer Einsatzübung für die Kameraden der Klein Wanzleber Feuerwehr. Angenommen wurde, dass sich eine verletzte Person auf dem Kalkofen auf dem Gelände der Nordzucker AG befindet und gerettet werden muss. Zwar war der Rettungsdienst bereits vor Ort, jedoch bestand die Schwierigkeit darin, dass der Verletzte nicht über die Treppen des Turmes nach unten transportiert werden konnte.

Wie der Ortswehrleiter Henning Helmecke erklärte, hatte die Übung mehrere Ziele. So sollten sich die Einsatzkräfte einerseits an die Höhe gewöhnen, andererseits sollte die Mannschaft auch die Physis und Psyche trainieren. Außerdem sollte der sichere Umgang mit dem Gerätesatz zur Absturzsicherung, das Anbringen von Stichen und Bunden sowie das Funken geübt werden. Angenehmer Nebeneffekt dieser Übung war zudem, dass die Kameraden ihre Ortskenntnis bezüglich des Werksgeländes verbessern konnten.

Trotz der hohen Temperaturen konnte Henning Helmecke beim Abschluss der Übung eine positive Bilanz ziehen. „Dazu hat sicher auch die hohe Motivation der 16 Kameraden in der Einsatzgruppe beigetragen“, sagte Ortswehrleiter.

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Bevor sechs Kameraden den Aufstieg bis in etwa 60 Meter Höhe unternahmen, wurde am Boden die Schleifkorbtrage vorbereitet. Weitere Kameraden kümmerten sich dann am Boden um die Windenbedienung sowie darum, dass die Schleifkorbtragen nicht pendelte.

Oben angekommen, bereiteten die Kameraden den Verletzten zum Abseilen mit der Trage vor. „Durch eine gute Zusammenarbeit der Einsatzkräfte auf dem Turm und am Boden verlief der Abseilvorgang problemlos“, blickte Ortswehrleiter Helmecke zurück und richtete seinen Dank auch an die Nordzucker AG, die die Möglichkeit zu einer derartigen Übung geschaffen hatte.