Hohendodeleben/ Seehausen/ Klein Wanzleben/ Domersleben l Die Brandschutzerzieherin der Stadt Wanzleben-Börde, Andrea Drebenstedt, war in den vergangenen Wochen in einem besonderen Auftrag unterwegs. Das Innenministerium des Landes Sachsen-Anhalt hatte im Rahmen einer sogenannten Image- und Personalgewinnungskampagne einen Brandschutzerziehungstag in den Grundschulen angedacht. Einziger Haken an der Sache: Das Landesbildungsministerium hatte die Duchführung auf drei Wochen begrenzt – nämlich vom 11. bis 29. März 2019. „Das war nicht zu schaffen“, erklärte Andrea Drebenstedt.

Unterstützt von den Kameraden der örtlichen Feuerwehren drehte sich zunächst einen Tag lang in der Grundschule Seehausen, dann in der Grundschule in Klein Wanzleben und später in der Domersleber Grundschule alles um die Feuerwehr. „In Seehausen haben wir uns dabei zum Beispiel speziell auch der Rettungstreppe gewidmet“, so die Brandschutzerzieherin. Während die Seehäuser Kameraden unter anderem ihr Rettungsboot vorstellten, brachten die Klein Wanzleber Feuerwehrleute in die örtliche Grundschule das Dekontaminationsfahrzeug als Spezialtechnik mit. Auch in Domersleben stellten die Feuerwehrkameraden ihre Technik zur Schau. Außerdem war in allen Schulen neben viel Wissenswertem rund um die Feuerwehr Spiel und Spaß angesagt.

"Alarm" an jeder Grundschule

Bei einer Alarmübung, die an jeder Grundschule im Rahmen des Brandschutzerziehungstages durchgeführt wurde, folgten die Kinder ordentlich den Weisungen. Es konnten aber auch manche Mängel aufgedeckt werden. So war es auch an der Grundschule in Hohendodeleben. Hier fiel den Kindern beispielsweise auf, dass auf dem ausgewiesenen Flucht- und Rettungsweg ein Schild im Treppenhaus fehlte. „Die Schilder sind wichtig“, unterstrich Andrea Drebenstedt, die aber auch weiß, dass beispielsweise seit Jahren schon die Schilder fehlen, die die Stellplätze auf den Schulhöfen kennzeichnen.

In der Hohendodeleber Schule ging Andrea Drebenstedt in dieser Woche klassenweise vor. Die Mädchen und Jungen hatten so die Möglichkeit, sich intensiv mit verschiedenen Themen wie den Aufgaben der Feuerwehr, dem Notruf oder den Flucht- und Rettungswegen zu beschäftigen und ihr Wissen unter Beweis zu stellen. Die Schüler der dritten Klasse konnten der Brandschutzerzieherin so genau erklären, wo sie entlanggehen müssen, wenn in der Grundschule der Hausalarm anschlägt und sie den Klassenraum verlassen müssen.

Feuerwehrmann Benjamin Eggeling hatte seine Atemschutzausrüstung mitgebracht, um unter anderem den Drittklässlern zu vermitteln, wie die Kameraden im Brandfall am Einsatzort vorgehen. So kam er kriechend in den Raum und „rettete“ ein Mädchen aus der Gefahrensituation. Dafür zog er dem Mädchen eine Brandfluchthaube über. Gern ließ er sich im Anschluss von den Kindern „Löcher in den Bauch“ fragen.