Eilsleben l Vereinsvorsitzender Günter Wagener zeigte sich angenehm überrascht: „Ich habe noch nie so viele Mitglieder im Heimatverein gesehen wie heute“, sagte er zur Begrüßung im Gemeindezentrum Eilsleben.

Mitgliederzahl gestiegen

In der Tat konnte er das bisher auch nicht, denn die Zahl der Mitwirkenden in der Interessengemeinschaft Wasserturm sei seit 2012 von einem Urstamm mit 36 Mitgliedern auf 50 stetig angestiegen, unterstrich Hendrik Conradi, der den Wassertürmern vorsteht. Aber es sollten auch nicht unbedingt alle kommen, wenn der Verein allmonatlich im alten Hospital seine regulären Sitzungen abhält, „denn da würden nicht alle Platz finden“, so Wagener.

Er berichtete dann über vielfältige Aktivitäten der Mitglieder, bei denen vor allem die Arbeiten an der Bärburg zu Buche schlagen und die mit der Überdachung jüngst ihren Höhepunkt hatten. Weiter nannte Günter Wagener Exkursionen ins Landesmuseum Halle, ins Börde-Museum Ummendorf oder nach Osterwieck, wo es auch eine Grabstätte derer von Eilsleben gebe.

Bilder

Verschiedene Exkursionen absolviert

„Wir arbeiteten weiter am Gebäude- und Straßenkataster von Eilsleben von 1890“, sagte er, „und erhalten durch unsere Pflege des Mückenbergs seltene Pflanzen.“

In Jahr 2017 werde man sich vor allem um die Zuwegung zur Bärburg bemühen, auf Exkursionen nach Halberstadt und Drübeck gehen und im alten Hospital an einer Fotoschau über Eilsleben arbeiten.

Fotoschau über Eilsleben geplant

Hendrik Conradi holte bei der Bilanzierung der Aktivitäten am und im Wasserturm weiter aus, hielt einen Rückblick über mehrere Jahre. Er schilderte Arbeitseinsätze unter anderem bei der Elektroinstallation, zur Abdichtung der Fenster oder beim Freilegen des Rohrsystems.

Zahreiche Einsätze gab es auch bei der Gestaltung des Umfeldes und der Zuwegung, man gestaltete das Fest der Generationen, einen Spendenlauf, der 3000 Euro einbrachte, begleitete Schul- und Kindergartenkinder und freute sich über die rege Teilnahme an der Väterwanderung mit deren Kindern, um nur einiges zu nennen. „Der Turm bedankt sich für unseren Einsatz, auch die Besucher freuen sich“, sagte er dazu.

Wie sehr Eilsleber, aber auch Ummendorfer oder Wormsdorfer mit dem Wasserturm verbunden sind, zeigt der bereits erwähnte Anstieg der Mitgliederzahl, viele haben durch Kindheitserinnerungen einen Bezug zu diesem technischen Bauwerk.

Turmfassade soll saniert werden

Das nächste große Ziel der Interessengruppe Wasserturm sind Sanierungsarbeiten an der Fassade des Turmes. Die sind mit erheblichen Kosten verbunden, und so hatte man bereits 2014 mit einem Antrag auf Fördermittel versucht, die benötigten Gelder zu beschaffen. Aber erst ein zweiter Versuch 2015 hätte Erfolg gehabt, sagte Hendrik Conradi. Über Umfang und Verfügung könne er noch nichts sagen, mit den Einzelheiten sei derzeit die Gemeindeverwaltung befasst.

Eine Nachfrage im Sachgebiet Bauwesen bestätigte das. Mitarbeiter Harald Hillmann erörterte zur Vergabe von Fördermitteln komplizierte Verfahrensabläufe, bei denen man vorsichtig zu Werke gehen müsse, weil man sonst schnell verlieren könne.

Fördermittel bewilligt

„Ein positiver Bescheid liegt bei uns vor“, versichert er, „im Zuge des Baugeschehens kann sich der Leistungsumfang in gewissen Grenzen noch ändern, beispielsweise dann, wenn nach Aufstellen des Gerüstes die oberen Bereiche des Turmes genauer in Augenschein genommen werden und ein erhöhter Sanierungsaufwand festgestellt wird. Die Mehraufwendungen müssten dann beim Zuwendungsgeber angezeigt und beantragt werden. Wir hoffen aber, dass wir den Wünschen der Wasserturm-Leute entsprechen können.“

Die Vereinsmitglieder erteilten dem Vorstand nach den Jahresberichten die Entlastung, woraufhin die turnusgemäße Neuwahl mit folgendem Ergebnis erfolgte: Günter Wagener bleibt Vorsitzender des Heimatvereins „Oberes Allertal“, seine Stellvertreter sind Hendrik Conradi und Günther Lippner. Giesela Lubomierski fungiert als Kassenwartin, die Kassenprüfung obliegt Jaqueline Conradi, und Torsten Jahn ist für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig.