Langenweddingen l Die Übergangslösung zur Unterbringung der Kinder aus der Kindertagesstätte (Kita) „Spatzennest“ in Langenweddingen während der Zeit des Neubaus, der Flächennutzungsplan für die Gemeinde Sülzetal sowie die Friedhofsgebühren prägten die Beratungen des Ortschaftsrats von Langenweddingen bei seinem jüngsten Treffen im Bürgerhaus.

In einem Brief teilte der Bürgermeister der Gemeinde Sülzetal, Jörg Methner (SPD), den aktuellen Stand hinsichtlich seiner Bemühungen zur Unterbringung der Kinder aus der Kita Spatzennest mit. Bekanntlich soll diese neugebaut werden. Für die Übergangsphase braucht es eine Lösung zur Unterbringung der Kinder.

Vorschulkinder in Schule untergebracht

„Ein nochmaliges Gespräch mit dem Landkreis hat ergeben, dass es eine Regelung für die Vorschulkinder geben wird. Diese dürfen während der Bauphase in der Grundschule untergebracht werden. Die 30 Kleinkinder jedoch nicht“, schreibt Methner.

Bilder

In den letzten Wochen habe es nun Gespräche zwischen den Mietern im Gebäude der ehemaligen Schule, das sich noch im Besitz der Gemeinde befindet, und der Verwaltung gegeben. Methner: „Hier wurde eine Lösung gefunden.“ An der Giebelseite soll auf dem Gelände der Kirche ein Zugang zur ehemaligen Schule geschaffen werden. Dazu sollen entsprechend Container aufgestellt werden, hinzu kommen außerdem einige Spielgeräte. „Seitens der Kirche liegt uns dazu schon die Zustimmung vor“, berichtet SPD-Bürgermeister Methner in seinem Brief, „auch der Landkreis steht der Maßnahme positiv gegenüber.“

Container werden aufgestellt

Bei der Sitzung des Ortschaftsrats von Langenweddingen erklärte der Büroleiter Methners, Fred Fedder, dass insgesamt bis zu fünf Container aufgestellt werden könnten. Dazu sei ein Bauantrag erforderlich, wenn der da sei, werde der Ortschaftsrat sofort darüber informiert. Ratsmitglied Norbert Dregger (SPD) zeigte sich froh darüber, dass „nach der Begehung nun eine Lösung gefunden wurde“.

Zu Beginn der Beratung über den Flächennutzungsplan der Gemeinde Sülzetal betonte Fedder, dass „in dieser zweiten Fassung nur noch unwesentliche Punkte gegenüber der ersten verändert werden mussten“. Eine neue Auslegung sei jedoch nötig gewesen, das Verfahren müsse noch einmal angeschoben werden.

Verfahren endlich beenden

Fedder: „Ich hoffe, dass wir im September die letzten Abwägungen vornehmen können und dann das Verfahren mit einem Beschluss des Gemeinderats endgültig abschließen. Nur dann können wir sicher sein, dass Fördermittel auch weiterhin abfließen können.“ Mit einer Gegenstimme stimmte der Ortschaftsrat dem Flächennutzungsplan der Gemeinde Sülzetal zu.

Eine heftige Debatte entbrannte im Ortschaftsrat Langenweddingen bei dieser Sitzung über eine mögliche Erhöhung der Friedhofsgebühren. „Ich habe nichts gegen eine Erhöhung, aber in diesem Maße bin ich dagegen.“ So begann Bürgermeisterin Jutta Spurek (Die Linke), die Debatte.

Problemfall Trauerhallen

„Wir sind aber im Vergleich zu anderen Gemeinden sehr, sehr günstig“, hielt Christine von Mertens (SPD) dagegen. Das Problem seien die acht Trauerhallen für 9000 Einwohner. „Wir schließen Schulen, Trauerhallen aber nicht?“, fragte sie provokant in die Runde.

Eine nicht ausreichende Kostendeckung sei trotz der Erhöhungen immer noch vorhanden, kritisierte Hans-Otto Hornemann (FDP). „Ein Minus von 100.000 Euro bleibt.“ Auch Dr. Josef Kluba (CDU) ärgerte diese Art der Kalkulation. Dregger ermahnte seine Ratskollegen der Gebührenordnung jedoch trotz aller Bedenken zuzustimmen. „Das ist notwendig. Wir sind im Vergleich damit immer noch günstig.“

Mit drei Ja-Stimmen und drei Nein-Stimmen wurde die Vorlage zur Erhöhung der Friedhofsgebühren vom Ortschaftsrats Langenweddingen verabschiedet.