Kulturausschuss des Kreistages befürwortet Zusammenlegung

Kreisvolkshochschulen sollen 2011 fusionieren

Von Ivar Lüthe

Die derzeit noch eigenständigen Kreisvolkshochschulen im Landkreis sollen zum Beginn des neuen Jahres fusionieren. Die "Kreisvolkshochschule Börde" soll ihren Hauptsitz in Haldensleben haben. Die Geschäftsstelle in Oschersleben bleibt wie bisher ständig besetzt. Auch die Nebenstellen in Wanzleben und Wolmirstedt sollen beibehalten werden und zu bestimmten Sprechzeiten besetzt sein. Für die Bevölkerung ändere sich also nichts, so die Kreisverwaltung.

Landkreis Börde. Eigentlich ändere sich nur der Name: aus den Kreisvolkshochschulen werde die Kreisvolkshochschule Börde, erklärte Andreas Baumeister, Sachgebietsleiter für Kultur und Sport in der Kreisverwaltung, am Mittwochabend in der Sitzung des Kreis-Kulturausschusses. "Die inhaltliche Arbeit beider Kreisvolkshochschulen ist bereits vereinheitlicht, es gibt eine vereinheitlichte Benutzungs- und Gebührensatzung, eine gemeinsame Internetpräsentation, ein einheitliches Layout und vieles mehr. Das funktioniert also schon", so der Sachgebietsleiter. "Einziger und entscheidender" Hintergrund der gewünschten Fusion sei die Förderfähigkeit der Arbeit der Kreisvolkshochschule durch das Land. Diese sei durch die Fusion auf Dauer gewährleistet. Immerhin sei hier die Rede von rund 120 000 Euro.

Vorschlag der Verwaltung ist, die Hautgeschäftsstelle in Haldensleben anzusiedeln. Grund sei, dass die Haldensleber Kreisvolkshochschule in einem kreiseigenen Gebäude untergebracht sei, die in Oschersleben angemietet ist. Weiterer Vorteil für den Standort Haldensleben sei der kurze Weg zwischen Geschäftsstelle und Kreisverwaltung.

Für den Bürger soll sich durch die Fusion nichts ändern. Das Betätigungsfeld der Kreisvolkshochschule werde auch künftig das gesamte Territorium des Landkreises umfassen. Die Kreisvolkshochschule werde auch künftig bestrebt sein, ein flächendeckendes Angebot an Bildungsveranstaltungen anzubieten, wobei den zentralen Orten wie Haldensleben, Oschersleben, Wanzleben und Wolmirstedt eine besondere Bedeutung zukomme, heißt es im Verwaltungsvorschlag. Auch die Zahl der Mitarbeiter ändere sich nicht.

Angesichts der Größe des Landkreises sei es sinnvoll, zwei Geschäftsstellen (Haldensleben und Oschersleben), die ständig besetzt sind, beizubehalten. Als Nebenstellen, die nicht ständig besetzt sind, aber an ausgewählten Tagen Sprechzeiten anbieten, sollen Wanzleben und Wolmirstedt fungieren. Die Anlaufstellen für die Kunden blieben also wie bisher. Gleich bleiben soll auch, dass nach Bedarf und räumlichen Möglichkeiten Bildungsveranstaltungen in anderen Orten des Landkreises angeboten werden sollen.

Der Kulturausschuss des Kreistages befürwortete die Pläne der Verwaltung. Entscheiden muss Anfang Dezember der Kreistag.