Wanzleben l Die Stadt- und Kreisbibliothek hat bei der Kulturstiftung des Bundes einen Förderantrag für das Projekt „MakerThek Börde“ eingereicht. Diese fördert seit Mitte 2018 mit dem Programm „hochdrei – Stadtbibliotheken verändern“ die Stärkung der Stadtbibliotheken in ihrer Rolle als kooperationsfreudige und teilhabeorientierte Kulturorte. „Das Programm will Raum schaffen für unkonventionelle Ideen und kreative Formate, die sich als offene Orte der Begegnung etablieren“, sagt Dr. Ernst Isensee vom Förderverein der Stadt- und Kreisbibliothek und Mitglied der Projektgruppe „MakerThek Börde“.

Fördergelder stehen bereit

Wie Isensee weiter erklärt, standen und stehen von 2018 bis 2022 insgesamt 5,6 Millionen Euro zur Verfügung, womit die Kulturstiftung Vorhaben bundesweit fördert. Nach zwei Ausschreibungsrunden 2019 stehen zum Stichtag 31. März 2020 noch einmal Fördermittel zur Verfügung, um die sich die Stadt- und Kreisbibliothek Wanzleben bewirbt. Die Entscheidung erfolgt durch eine Jury im Mai 2020. Der Förderantrag ist für 200.000 Euro gestellt worden. Davon trägt die Stadt Wanzleben-Börde nach einem einstimmigen Stadtratsbeschluss vom Juni 2019 aus ihrem Haushalt 20.000 Euro. Die Laufzeit des Projektes umfasst zwei Jahre.

Seit Mitte 2018 hat sich eine Projektgruppe mit der inhaltlichen Vorbereitung und Formulierung des Förderantrages beschäftigt, verdeutlicht Isensee. Die Projektgruppe besteht aus Wanzlebens Bürgermeister Thomas Kluge und der Bibliotheksleiterin Verena Schillat sowie Mitgliedern des Bibliotheksfördervereins, Mitarbeitern und Studenten der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig. Ergebnis ist die Erweiterung der Bibliothek um einen „Offenen Raum – „MakerThek Börde“. Dieser offene Raum ist mobil und steht allen Interessierten zur Verfügung, um die darin installierten Geräte unkompliziert und unter Anleitung zu nutzen. Es ist eine offene Werkstatt mit dem Ziel, Privatpersonen und einzelnen Gewerbetreibenden den Zugang zu modernen Fertigungsverfahren für Einzelstücke zu ermöglichen.

Konzeption wurde vorgestellt

Die Konzeption der „MakerThek Börde“ wurde in mehreren Veranstaltungen potenziellen Partnern und Nutzern vorgestellt. Dazu gehören die Wanzleber Schulen, insbesondere auch die weiterführenden Schulen. Ebenfalls gehören dazu die Kreishandwerkerschaft, die Stiftung Lebenshilfe Ostfalen, die Magdeburger Unternehmen Tinker Toys GmbH und Join GmbH. Auch der DRK-Kreisverband Wanzleben war Partner in den Diskussionen. „Bei positiver Entscheidung zur Förderung werden mit den Partnern und weiteren potenziellen Interessenten Gespräche zur Mitarbeit beim Aufbau und der Absicherung der Nutzung der ‚MakerThek Börde‘ geführt“, kündigte Isensee an.