Bahrendorf l Als „klaren Raub“ klassifiziert das Polizeirevier Börde einen Überfall beim Lichterfest in Bahrendorf. Am Sonntag, 1. September, verließ Hans-Georg Thiel gegen 1 Uhr morgens den Festplatz und erhielt plötzlich in der Schloßstraße einen Faustschlag aufs linke Auge.

Nach den Informationen des Polizeireviers Börde war er danach kurze Zeit ohne Bewusstsein. Als er dann wieder zu sich gekommen sei, habe ihm das komplette Bargeld gefehlt, das er in seiner linken Hemdtasche verwahrt hatte.

Den Angaben der Polizei zufolge haben ihm anschließend mehrere Personen aufgeholfen, die er namentlich nicht kennen würde. Diese Helfer hätten ihm mitgeteilt, dass sie einen männlichen Angreifer gesehen hätten, der zuvor den Tatort fluchtartig verlassen habe. „Der Geschädigte selbst hat keine Vorstellung davon, wer ihn niedergeschlagen haben könnte“, teilt die Polizei mit. Beim Lichterfest habe es keine Streitereien gegeben, die die Ursache für den Überfall sein könnten.

Bürgermeister hofft auf Erfolg

„Ich war entsetzt, als ich von dieser Straftat erfuhr. Ein Rentner wird nach einer friedlichen, schönen Feier in Bahrendorf hinterrücks überfallen und seines Geldes beraubt. Das war für mich in dieser brutalen und rücksichtslosen Art und Weise unvorstellbar“, betont der Bürgermeister der Gemeinde Sülzetal, Jörg Methner. Er hofft, dass die Polizeibeamten nun bei der Suche nach den Tätern ein wenig Glück haben und Gäste des Lichterfests etwas gesehen haben. „Es kann ja sein, dass andere Besucher an diesem Sonnabend irgendwo, irgendwas gesehen haben, das mit diesem Überfall in Verbindung steht.“ So etwas dürfe sich nicht wiederholen.

Jörg Methner hat durch andere Besucher des Fests und Anwohner am Tag danach von dem Überfall erfahren. Er bittet die Bevölkerung darum, der Polizei Hinweise zu geben, um diesen Überfall aufzuklären. Methner: „Diese Täter müssen ergriffen werden.“

Hans-Georg Thiel erlitt bei dem Überfall schwere Verletzungen im Gesicht. Die Folgen seien schlimmer als zunächst angenommen, berichtet Methner weiter. Zunächst habe man nur massive Hämatome im Gesichtsbereich sehen können. Eine fachgerechte Untersuchung ergab dann jedoch mehrere Brüche in der rechten Gesichtshälfte.