Wanzleben / Seehausen l Während der Sitzung des Wanzleber Hauptausschusses am 24. November 2020 wurde erneut über die Seehäuser Sporthalle diskutiert. Bauamtsleiter Olaf Küpper berichtete über die Ergebnisse des Gutachtens zum aktuellen Zustand. Demnach sei die Trocknung nicht zu 100 Prozent erfolgt. Stichproben aus dem Boden wiesen jedoch bisher keine Spuren von Schimmel auf.

Derzeit befinde sich Küpper im Gespräch mit einem Bauphysiker, der für gewöhnlich Gebäude nach Hochwasserschäden untersucht. Dieser kenne laut Küpper eine sichere Methode zur Ermittlung von Restfeuchte und biologischen Risiken, so dass eine endgültige Aussage zur Zukunft der Sporthalle getroffen werden kann. Der derzeitige Gutachter habe eine risikofreie Nutzung nicht garantieren wollen und empfohlen, besagten Bauphysiker zu Rate zu ziehen. Ausschussmitglied Martin Heine mahnte an, Gelder weiterer an der Sanierung beteiligter Firmen einzubehalten, die seiner Meinung nach für den Schaden verantwortlich seien. „Sollte sich herausstellen, dass es weitere Teilverantwortungen gibt, können wir während des Prozesses immer noch Schritte einleiten“, sagte Küpper. Er bestätigte außerdem, dass alle über den Bauprozess vorhandenen Unterlagen wie Schriftverkehr sowie ein Bautagebuch mit allen Protokollen dem ermittelnden Anwalt vorliegen. Der Schulsport für die Seehäuser Grundschüler finde derzeit im Saal „Sonne“ am Friedensplatz statt.

Problem Kreisverkehr

Weiter wies Eckhardt Jockisch, Ortsbürgermeister von Seehausen, erneut auf den Gefahrenpunkt am Seehäuser Kreisverkehr an der Ausfahrt Steinstraße hin (Volksstimme berichtete). Das Problem sei wiederholt angesprochen worden, ohne dass jemand reagiert hätte. Das Abbiegen nach Rechts in die Steinstraße aus Richtung Ringstraße kommend sei für Fußgänger, insbesondere Kinder und Rollstuhlfahrer, sehr gefährlich. „Es ist nur eine Frage der Zeit, bis dort ein schwerer Unfall passiert“, betonte Jockisch. Küpper versicherte, dass das Verkehrsschild hinter der Ecke entfernt werden müsse. Zudem halte er es für sinnvoll, diesen Gehwegabschnitt hinter der Ecke komplett zu sperren, so dass Fußgänger und Rollstuhlfahrer die Straße an dieser Stelle überqueren müssen und dann sicher in die Steinstraße einbiegen können. Der Fußweg hinter besagter Ecke sei zu schmal und wegen eines Zaunes nicht ausreichend einsehbar, begründete der Bauamtsleiter.