Dreileben l Kulturell gesehen passiert in Dreileben einiges, die Vereine und die Kirchengemeinde stellen regelmäßig entsprechende Veranstaltungen auf die Beine. „Einen echten Zirkus begrüßen wir aber nicht oft hier bei uns. Genauer, es ist schon gute 20 Jahre seit dem her“, sagte Ortschaftsratsmitglied Hanfried Duchstein. „Die Vorstellungen sind daher auf vergleichbar großes Interesse gestoßen.“

20 Jahre seit dem letzten Besuch

Die Akteure des Zirkus "Bernardo" sind quasi ein Ableger des bekannten Zirkus „Renz“, der sich in einzelne Familienunternehmen aufgesplittert hat. So waren in Dreileben Armado Renz, seine Frau Ramona und die drei Kinder Diego, Meghan und Bernardo Renz sowie die Nichte Laura Loreen zu sehen.

Diese zeigten sich schon bei der ersten Vorstellung sehr motiviert, denn die Einwohner sorgten für eine beachtenswerte Kulisse und spendeten bei den Vorführungen Beifall. „Ein volles Haus ist für die Künstler in den heutigen Zeiten beileibe keine Selbstverständlichkeit“, erzählte Hanfried Duchstein. „Wie wir erfahren haben, können auch durchaus nur drei Besucher zu einer Vorstellung kommen.“ In Dreileben sei so etwas aber auszuschließen, merkte Duchstein mit einem Schmunzeln an.

Großer Andrang

Die eineinhalb Stunden der Vorführen vergingen für die Dreileber wie im Flug. Sie ließen sich von Artistik, Pferde- und Ziegendressur in den Bann der Zirkusatmosphäre ziehen. „Die etwa zehnminütige Umbaupause zwischendurch haben viele Leute genutzt, um die Tiere hinter der Manege hautnah zu sehen und zu streicheln“, erzählte Duchstein weiter. „Dann gab es noch Seilakrobatik und die Kinderclowns Pepino und Pepina zu sehen, die besonders die Kinder gleich in ihr Herz geschlossen haben.“

Nach der Vorstellung war das Interesse der Dreileber an den Zirkusleuten weiterhin groß. Armado Renz und einige Künstler mussten sich zu einem Erinnerungsfoto mit ihren Gästen aufstellen. „Wer weiß, wann das nächste Mal ein Zirkus in unsere Ortschaft kommt“, sagte Hanfried Duchstein. „Das Bild in der Manege wird für viele eine gute Erinnerung bleiben und so manchen Ehrenplatz in den jeweiligen Haushalten bekommen.“ Die Artisten sind inzwischen weitergezogen.