Wernigerode l Weihnachten ist vorbei, Kindereisenbahn und Zwergentafel sind abgebaut. Der Weihnachtsmarkt 2015 ist Geschichte. Das Wernigeröder Ordnungsamt zieht ein positives Fazit. „Die Temperaturen waren zwar eher frühlingshaft, doch das hat nicht geschadet“, sagt Eike Starcke, die für die Organisation des Adventsmarktes zuständig ist. „Im Gegenteil, dank der milden Temperaturen sind die Leute länger geblieben.“ Auch die Händler seien zufrieden gewesen.

Schon Monate vor der Adventszeit hatte der Weihnachtsmarkt für Schlagzeilen gesorgt (wir berichteten). Einige Wernigeröder hatten kritisiert, dass der Markt zu voll und die Nebenstraßen zu dunkel seien, die Anordnung der Buden wenig Überraschungen biete, dass Touristen enttäuscht wieder nach Hause fahren. Eine Arbeitsgruppe aus Politikern, Verwaltungsmitarbeitern und Händlern hatte sich daraufhin zusammengefunden, um Ideen zu sammeln und den Markt zukünftig attraktiver zu gestalten. Im kommenden Jahr will man sich weiter treffen, eine Gestaltungs- und Gebührensatzung soll erarbeitet werden.

Keine Beschwerden

Kritik ist nach der diesjährigen Saison im Ordnungsamt noch nicht eingegangen. „Ich gehe davon aus, wenn sich keiner meldet, sind alle zufrieden“, sagt Eike Starcke. Der Markt sei generell und an den Wochenenden besonders gut besucht. „Und das ist nicht unbedingt unerwünscht.“ Dennoch wollen Eike Starcke und Ordnungsamtschef Gerald Fröhlich die Auswertung mit den Händlern abwarten, um sich ein abschließendes Bild zu machen. Dann wird feststehen, wie hoch das Defizit ausfällt, das der Weihnachtsmarkt der Stadt diesmal beschert. 2014 standen 88 000 Euro Kosten 53000 Euro Einnahmen gegenüber. Um den Minusbetrag in diesem Jahr zu reduzieren, wurden die Standgebühren erhöht.