Wernigerode/Blankenburg (dl) l Offensichtlich sind im Bereich der künftigen Nordharzautobahn A 36 (jetzt B 6) wieder Steinewerfer unterwegs. Die Polizei ermittelt aktuell nach mindestens zwei bekannt gewordenen Würfen auf fahrende Autos. Nach einem Fall am 5. November 2018 gab es am Mittwochnachmittag einen weiteren Anschlag. Nach Angaben eines Polizeisprechers mündete dieser in eine lebensgefährliche Situation, weil der getroffene Audi ins Schleudern geriet, der 54 Jahre alte Fahrer den Wagen aber wieder unter Kontrolle bringen konnte.

Der Zwischenfall ereignete sich um 16.34 Uhr auf der Richtungsfahrbahn Ost (Blankenburg) beim Durchfahren der Brücke der Landesstraße 86 zwischen Wernigerode und Reddeber. Offenbar traf ein Stein oder ein anderer Gegenstand das Glasschiebedach und ließ es sofort splittern, so ein Polizeisprecher. Eine Reihe von Glassplittern landete im Wagen, in dem auch die 15 Jahre alte Tochter des Fahrers saß.

Der Fall lässt Parallelen zu einem wahrscheinlichen Steinwurf am 5. November erkennen. Damals war gegen 15.50 Uhr das Glasschiebedach eines auf der jetzigen B 6 fahrenden Fahrzeugs ebenfalls zerstört worden. Dieser gefährliche Eingriff in den Straßenverkehr ereignete sich auf der Richtungsfahrbahn West im Brückenbereich Blankenburg-Zentrum.

Die Polizei hofft in beiden Fällen auf Zeugenhinweise. Wer verdächtige Personen bemerkt hat, wird gebeten, sich unter Telefon (0 39 41) 674293 zu melden.