Rübeland l Die Baumannshöhle in Rübeland ist derzeit geschlossen. Im Zuge der Corona-Krise hat der verantwortliche Tourismusbetrieb der Oberharz-Stadt lediglich die Hermannshöhle geöffnet. Doch Stillstand herrscht an der Blankenburger Straße nicht. Die im Wirtschaftsplan vorgesehene Modernisierung der Beleuchtung wird trotz Krise umgesetzt.

„Derzeit baut eine Fachfirma die gesamte alte Beleuchtung zurück. Sie wurde zuletzt Anfang der 1990er Jahre erneuert mit den Möglichkeiten, die es damals gab“, erklärt Thomas Schult, Leiter des Tourismusbetriebs. Diese habe lange ihren Dienst getan, sei mittlerweile aber nicht mehr zeitgemäß. Das hätten bundesweite Besuche in anderen Schauhöhlen gezeigt.

Sechsstellige Investition

„Die Beleuchtung war schon seit 2012 immer wieder Thema, es wurden erste Kostenschätzungen und Konzepte erstellt“, weiß er. „Aber die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben das nie hergegeben.“ Doch 2019 kam das erste Plus in der Bilanz, das Projekt in der Baumannshöhle Rübeland wurde in den Wirtschaftsplan 2020 aufgenommen. Inklusive Planungskosten werden rund 300 000 Euro investiert.

Die LED-Lampen sind energiesparend, strahlen eine geringere Wärme ab und lassen die Höhle auch weniger warm erscheinen. Statt des bisherigen gelblichen Lichts strahlen sie in einem neutralen bis kalten Weiß. Dadurch gibt das Gestein seine natürliche Farbe Preis.

Gezielte Effekte

Rund 200 Lampen beleuchten zukünftig auf Hüfthöhe den 600 Meter langen Führungsweg in Deutschlands ältester Schauhöhle, knapp 350 Stück sorgen darüber hinaus für gezielte Akzente. „Sie sind so ausgerichtet, dass sie bestimmte Tropfsteine beleuchten und nicht mehr den gesamten Raum“, verdeutlicht Projektleiter Adrian Kondacs von der Fachfirma Cave Lighting den Unterschied. „Der Führende kann die Spots mit einer Fernbedienung einzeln anwählen und die Blicke der Besucher auf besondere Formationen lenken.“

Bis zum 16. Oktober sollen die Arbeiten in der Baumannshöhle Rübeland abgeschlossen sein, am 1. November der Führungsbetrieb wieder aufgenommen werden. „Dann müssen wir die Hermannshöhle auch aus Fledermausschutzgründen schließen“, informiert Thomas Schult.